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Laufsport in der Region

Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon

„Gänsehaut-Momente nicht nur beim Zieleinlauf“

Patrick Lange erzählt im Interview, welche Trainingseinheiten auch mal nerven, wie er für Abwechslung sorgt und was die Unterstützung seiner Fans für ihn bedeutet.
Bilder > weitsprung.de
Das war eine rasante Aufholjagd, die du beim Ironman Hawaii 2016 hingelegt hast, Patrick. Neue Streckenbestzeit beim Laufen und von Platz 24 nach dem Radfahren auf Platz drei vorgestürmt, eine tolle Leistung – aber danach dann leider eine langwierige Verletzung. Was hat Dich in dieser Zeit mental und körperlich wieder aufgebaut?
Patrick Lange: Ich glaube, dass ich aus dieser Verletzung am Ende des Tages gestärkt hervorgehen werde. Vielleicht wird man es in Frankfurt noch nicht sehen können, aber durch die Verletzung habe ich einiges dazugelernt, neue Menschen und neue Ideen gefunden. Von dieser Seite aus betrachtet kann ich der Verletzung sogar auch etwas Positives abgewinnen. Das bringt mich mental nach vorne. Die körperliche Fitness habe ich natürlich durch viel Training zurückgeholt.
 
Der Mainova IRONMAN Frankfurt ist für dich als Darmstädter ja quasi so etwas wie dein Heimrennen. Was macht die Veranstaltung so besonders?
Hier kenne ich die Strecken gut, das hilft mir natürlich. Außerdem ist die Stimmung am Main wahrscheinlich die beste im ganzen Rennkalender – weltweit. Und dann ist es für mich das langersehnte erste Mal in Frankfurt, oft stand ich an der Strecke, endlich darf ich nun in diesem Jahr selbst ins Renngeschehen eingreifen.
 
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Noch knapp eine Woche dann steht das Rennen an. Auf was kommt es bei deiner Vorbereitung in den letzten Tagen wirklich an?
Ich versuche, mich möglichst gut und viel zu erholen, dabei aber nicht komplett in den „Ruhemodus“ schalten. Die Tapering-Phase, die Reduktion des Trainingsumfangs vor einem Wettkampf, ist sehr wichtig. Jeder muss muss dafür aber seinen eigenen Modus finden, pauschale Tipps sind da schwierig. Also: Beine hochlegen ist gut, aber das richtige Training darf man dabei auch nicht vergessen.
 
Welche Rolle spielt für dich die Unterstützung an der Strecke? Oder nimmt man die Fans, Freunde und Familie irgendwann nicht mehr wahr?
Die Fans und Unterstützer und überhaupt das Publikum an der Strecke spielt für mich eine große Rolle! Ich hoffe speziell in Frankfurt natürlich auf die heimischen Fans und deren Support. Ich nehme davon während eines Rennens sehr viel wahr und sauge die tolle Stimmung förmlich auf. Gerade in den Momenten, in denen es hart wird, ist das eine große Unterstützung und oft sind das wirklich Gänsehaut-Momente, nicht nur beim Zieleinlauf.
 
Das Training für die Ironman-Langdistanz ist sehr speziell. Was nervt am meisten und was tut am meisten weh?
Ganz klar: Die längsten Einheiten auf dem Rad und vor allem im Laufen sind die höchste Belastung. Beispiel Texas, dort habe ich in der Vorbereitung auf den Ironman in Hawaii 2016 bei wirklich großer Hitze ein Trainingslager gemacht. Eine Rolleneinheit auf dem Rad, dann etwa eine Stunde Laufen und dabei noch zehnmal 400-Meter-Einheiten auf dem Laufband – danach läuft der Schweiß schon ganz schön kräftig. Aber selbst lange Einheiten beim Laufen müssen nicht langweilig sein. Mein Tipp, gerade im Herbst und Winter: Raus in die Natur und Trails laufen, anstatt kilometerlange Kreise auf der Bahn zu ziehen. So finde ich neue Wege. Wenn es die Bahn sein muss, dann laufe ich lieber auf Asche als auf Tartan. Und Koppeltraining ist ebenfalls eine Möglichkeit, für mehr Abwechslung zu sorgen.
 
Alle Spitzensportler haben individuelle Rituale vor dem Rennen. Du auch?
Nein, da gibt es nichts Besonderes. Ich versuche lediglich, mich noch relativ lange vor dem Rennen in guter Laune zu halten und dann nicht zu verbissen ins Rennen zu starten.
 
Womit belohnst du dich nach dem Rennen?
Ich freue mich danach immer auf eine längere Trainingspause. Und die peppe ich mir noch zusätzlich auf durch viel Schokolade und viel Espresso.
 
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Warum sollte jeder einmal einen Triathlon gemacht haben?
Um den Zieleinlauf einmal selbst erlebt zu haben. Dieser Gänsehautmoment, wenn man unter dem Jubel der Zuschauer über die Linie läuft und weiß: „Ich habe es geschafft!“, das ist einfach unbezahlbar.

 
Jenseits von Technik-Details: Was ist Dein bester und grundlegendster Tipp für alle Triathlon-Einsteiger?
Gerade beim ersten Mal will man ja eigentlich nur eins: Durchkommen. Dazu braucht es keine speziellen Tipps und Tricks, sondern die Konzentration auf das Wesentliche: Man sollte ein klares Ziel haben und auf dem Weg dorthin darauf aufpassen, dass Spaß, Familie und Freunde nicht zu kurz kommen. Denn wenn man keine Freude hat, dann wird man auch auch keine gute Leistung erbringen
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