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Laufsport in der Region

Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon

„Ich mache mir den Druck vor allem selbst“

Laura Philipp im Interview über ihre Erfolge und das Leben als Profi-Triathletin
Bilder > Foto: Heiko Rhode
Zwei Ironman-70.3-Rennen binnen einer Woche gewonnen, auf Mallorca und in St. Pölten: Herzlichen Glückwunsch, Laura Philipp, das war ein Saisonstart nach Maß. Wie bewertest du deine Siege?
Laura Philipp: Vielen Dank! Einen Titel zu verteidigen, wie auf Mallorca, ist immer schwer. Der Druck von außen und von mir selbst wächst enorm. Ich wollte das Rennen sehr gerne wieder gewinnen, trotz der sehr starken Konkurrenz. Dass es mit dem Sieg erneut geklappt hat, war ein toller Einstieg in die europäische Rennsaison und hat Lust auf weitere Rennen gemacht. Und die war in St. Pölten da. Bei widrigen Bedingungen zu bestehen und auch diesen Titel zu verteidigen war dann natürlich besonders schön. Ich bin sehr zufrieden.
 
Du hast dich auf Mallorca in jeder Disziplin verbessert und warst auch in St. Pölten immer vorne. Wie kam es dazu?
Man sagt ja: „Die Sieger des Sommers werden im Winter gemacht.“ Da ist sehr viel Wahres dran. Ich konnte im Winter sehr gut zuhause und mit dem Team Erdinger Alkoholfrei auf Lanzarote trainieren. Deshalb konnte ich mich in allen drei Disziplinen verbessern.
 
Nach Deinen großen Erfolgen 2016 steigt der Druck – spürst Du das?
Ja, aber ich mache mir den Druck vor allem selbst. Wenn du ein Rennen schon mal gewinnen konntest und dieses einmalige Gänsehautgefühl kennst, als Erste in den Zielkanal einzubiegen, möchtest du das immer wieder erleben. Die Erleichterung nach einem geglückten Rennen schenkt mir Vertrauen in die Trainingsarbeit und Zuversicht für kommende Rennen.
 
Was hast du dir für 2017 noch vorgenommen?
Zu zeigen, dass ich zu den besten Athletinnen auf der 70.3-Distanz gehöre. Ich möchte meine Leistungen weiter stetig verbessern und bei allen großen Mitteldistanzrennen an der Startlinie stehen. Außerdem freue ich mich auf meine Staffeleinsätze in Frankfurt, die schon im letzten Jahr ein ganz besonderes Erlebnis für mich waren.
 
Triathlon als Einzel- und Ausdauersport ist sehr fordernd, man ist viel bei sich und muss einen klaren Kopf behalten. Wie bleibst Du fokussiert und motiviert?
Das Schöne am Triathlon ist, das Fleiß und Disziplin belohnt werden. Manchmal sind Verbesserungen nur im Sekundenbereich, aber es lohnt sich immer, weiter an seiner Technik zu feilen. Dieses Streben nach Perfektion und Geschwindigkeit motiviert mich und treibt mich täglich an, mein Trainingspensum zu absolvieren. Und ich bewege mich von Natur aus unglaublich gerne, es fällt mir schwer, die Füße still zu halten. Mein Trainer muss mich eher bremsen, als motivieren.
 
Schaffst Du es auch mal, den Triathlon auszublenden?
Da mein Trainer auch mein Lebenspartner ist, ist es für uns sehr wichtig, das Thema Triathlon auch mal völlig beiseite zu schieben. Wir haben genügend andere gemeinsame Interessen, deshalb fällt uns das aber nicht schwer. Mein Hund Nino hilft mir auch sehr dabei, abzuschalten und auf andere Gedanken zu kommen.
 
Dein Lebensalltag unterscheidet sich deutlich von dem der meisten 30-jährigen Frauen. Kein 9 to 5-Job, dauernd in der Welt und an Wochenenden unterwegs. Traum oder Fluch?
Es ist ein Traum! Das Hobby zum Beruf zu machen und davon leben zu können, fühlt sich toll an und ich bin sehr stolz darauf. Manchmal würde ich gerne auch mal gar nichts tun, aber das geht nur in der vierwöchigen Pause am Ende der Triathlonsaison. Ansonsten werden Alltag und auch Urlaub stark von den täglichen Trainingseinheiten bestimmt.
 
Ist es dir möglich, ein „normales“ Leben führen und etwa Freunde zu sehen?
Das muss man einfach möglich machen, es ist sehr wichtig, ein soziales Leben neben dem Sport zu haben. Und natürlich ist es hilfreich, dass meine Freunde und mein Umfeld Verständnis für meinen Sport haben und wissen, dass ich vielleicht nicht ewig auf einer Feier bleibe oder weniger Alkohol trinke, um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Dafür bin ich sehr dankbar.
 
2016 bist du immer mal wieder als Teamkapitänin bei Staffeln angetreten. Was ist für Dich der Reiz dieser Form des Wettkampfs und was gibst Du deinen Teammitgliedern immer wieder mit auf den Weg?
Die Staffeleinsätze beim Mainova IRONMAN und beim Mainova Frankfurt Marathon waren zwei sehr schöne Erlebnisse für mich, weil ich die tolle Atmosphäre bei zwei der größten deutschen Sportveranstaltungen aufsaugen konnte, ohne die gesamte Renndistanz zu absolvieren. Der Austausch mit den Staffelteilnehmern war toll, ich habe viele spannende Menschen kennengelernt. Ich hoffe sehr, sie angesteckt zu haben und zum Ausprobieren eines Triathlons bewegt zu haben. Das wichtigste dabei ist, den Spaß nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn man es schafft, Angst oder Druck in Vorfreude und Leichtigkeit zu verwandeln, wird man im Rennen über sich hinauswachsen und ein einmaliges Erlebnis haben!
 
 
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