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Laufsport in der Region

Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon

„Werdet nicht zum Sklaven Eures Trainingsplans!“

Daniela Sämmler, Triathletin und Teamkapitänin einer Mainova-Promi-Staffel beim Mainova Frankfurt Marathon, spricht über ihre bisher beste Saison und über Wärmefolie unterm Einteiler, darüber, wie sich Profisport und Privatleben vereinbaren lassen, und verrät zwei wichtige Tipps für erfolgreiche Wettkämpfe.
Herzlichen Glückwunsch zum 2. Platz beim IRONMAN auf Rügen, Daniela! Der Wettkampf liegt erst wenige Tage zurück, steckt er noch sehr in den Knochen?
Das Rennen ist jetzt drei Tage her und ich bin ja auch erst vor vier Wochen beim IRONMAN Hamburg angetreten, klar bin ich da noch müde. Ich habe mich aber schon wieder recht gut erholt, schneller als sonst, das ist sehr erfreulich.
 
Bild-Zoom Foto: Heike Lyding
Woran liegt das?
Ich habe in diesem Jahr in der Vorbereitung eine sehr gute Grundlage gelegt. In Hamburg konnte ich mit einem sehr großen Vorsprung gewinnen und musste dadurch nicht so sehr an die Grenze gehen, wie es bei einem knappen Rennen der Fall gewesen wäre. Außerdem denke ich, dass ich mich nach einem erfolgreichen Wettkampf grundsätzlich schneller erhole, als wenn es mal nicht so gut gelaufen ist, weil die Motivation für die anstehenden Aufgaben dann einfach eine andere ist.




 
Du konntest auf Rügen an Deine Leistung vom letzten Jahr anknüpfen und hast wieder den zweiten Platz belegt. Bist Du damit zufrieden oder hattest Du Dir mehr erhofft?
Natürlich hätte ich das Rennen sehr gerne gewonnen. Mit etwas Abstand betrachtet, muss ich aber sagen: Ich bin sehr zufrieden mit meiner bisherigen Saison, es ist die beste, die ich bisher zeigen konnte. Der Sieg in Hamburg war ein Traum und ich bin auch andere gute Rennen gelaufen, z.B. bei meinen Siegen bei der Challenge Heilbronn, am Chiemsee und beim Frankfurt City Triathlon. Auch mit meinem 2. Platz letzte Woche bei der Challenge Walchsee war ich sehr zufrieden. Natürlich bin ich auch in Rügen angetreten, um zu gewinnen, aber mit dem zweiten Platz hinter der Hawaii-Vierten vom letzten Jahr, kann ich unter diesen Bedingungen gut leben.
 
Beim dortigen Strandräuber-IRONMAN herrschte gutes Wetter. Wie stark beeinflussen die äußeren Gegebenheiten Deine Leistung?
Das Wetter spielt natürlich eine Rolle, aber die Bedingungen sind ja für alle gleich und man kann sich gut darauf einstellen. Ich persönlich komme mit extremem Wetter, auch mit Kälte, gut zurecht. Wenn es sehr heiß ist, ist es wichtig, die Körperkerntemperatur während des Rennens ständig herunterzukühlen. Am Walchsee hingegen hatten wir sieben Grad und Dauerregen, da ging es darum, Kopf und Rumpf so warm wie möglich zu halten. Bei einem Triathlon sind für mich Temperaturen von 17/18 Grad optimal, für den Mainova Frankfurt Marathon im Oktober dürfen es auch 11/12 Grad oder weniger sein, dort haben wir ja nicht den Fahrtwind auf dem Rad.
 
Bei der Challenge Kaiserwinkl-Walchsee hast du das Rennen mit „Wärmefolie im Einteiler“ bestritten, berichtest Du auf Facebook. Gibt es noch mehr Tricks, um dem Wetter zu trotzen?
Das wichtigste ist es, Rumpf und Kopf warmzuhalten, denn hier kühlt man am schnellsten aus. Im Kaiserwinkl war es wirklich extrem, in Deutschland wäre das Rennen bei diesen Verhältnissen wohl abgesagt worden, am Walchsee wurden die Schwimm- und die Radstrecke verkürzt. Die Wärmefolie zwischen Unterhemd und Einteiler war sicher außergewöhnlich, aber eine gute Lösung, um Zeit beim Umziehen nach dem Schwimmen zu sparen. Eine Winter- oder Regenjacke hätte es natürlich auch getan. Der Vorteil beim Marathon ist ja, dass man im Normalfall trocken ist, sich nicht umziehen muss und sich vorher auf das Wetter einstellen kann.
 
Du bist in den sozialen Medien aktiv und lässt Deine Follower per Facebook und Instagram an Wettkämpfen, Training, aber auch an emotionalen Momenten teilhaben. Warum machst Du das?
Als Profisportlerin gehört es für mich dazu, meinen Sponsoren und Fans etwas zurückzugeben. Gerade in Trainingsphasen gibt es immer mal Momente, die mental schwierig sind. Da ist es schön zu wissen, dass andere an meinem Leben als Profisportlerin teilhaben, quasi „mit dabei“ sind und mich unterstützen. In der Vorbereitung und während der Saison bin ich viel unterwegs, da leiden mitunter auch die sozialen Kontakte. So habe ich die Möglichkeit, etwas zurückzugeben und kann auch für mich viel Kraft und Motivation daraus ziehen.
 
Der Leistungssport bestimmt Deinen Alltag und stellt Dich auch dort vor Herausforderungen. Was ist der besondere Reiz am Triathlon, der es wert ist, Abstriche im Privatleben zu machen?
Die Erlebnisse und die Stimmung im Wettkampf geben mir unheimlich viel zurück. Und ob ich im Vergleich zu jemandem mit einem 40-Stunden-Bürojob auf so viel verzichten muss, weiß ich gar nicht. Ich denke, ich bin sogar flexibler als jemand, der von morgens bis abends zur Arbeit geht. Das erlaubt mir oft, die Zeit mit meinem Sohn, meiner Familie und Freunden intensiver zu erleben und zu genießen.
 
Dein Sohn ist gerade eingeschult worden. Wie lässt sich Mutterschaft mit dem Profisport vereinbaren?
Ich habe ein sehr gutes Umfeld und meine Familie, die immer hinter mir steht. Ohne Omas und Opas wäre das wesentlich schwieriger. Außerdem passe ich meine Wettkampfplanung an, in diesem Jahr sind zum Beispiel die Weltmeisterschaften auf Hawaii aufgrund der Einschulung meines Sohnes kein Thema für mich. Es gibt immer viel zu organisieren, damit alles klappt, aber ich würde es nicht anders haben wollen. Und auch hier glaube ich, dass ich oft sogar flexibler bin, als ich es in einem anderen Beruf wäre.
 
Nach Deiner Rolle als Teamkapitänin der Mainova IRONMAN-Staffel wirst Du auch beim Mainova Frankfurt Marathon als Teamkapitänin einer Mainova Promi-Staffel an den Start gehen. Was fasziniert Dich an dieser Form?
Ich finde es schön, außerhalb der Saison mal etwas zu machen, bei dem der Spaß und der Teamgedanke im Vordergrund stehen. Ich würde gerne auch mal die volle Distanz beim Mainova Frankfurt Marathon laufen, was leider bisher noch nie in meine Saisonplanung gepasst hat. Als Teil einer Staffel muss ich mich nicht groß vorbereiten und ich kann trotzdem bei dem tollen Event dabei sein.
 
Gibt es einen Tipp für Vorbereitung und Wettkampf, den Du unseren Lesern geben kannst?
Neben einer Ernährungsstrategie für den Wettkampf - die man auf jeden Fall vorher im Training getestet haben sollte - finde ich zwei Dinge sehr wichtig: Was man in der Vorbereitung versäumt hat, kann man nicht hektisch kurz vor dem Wettkampf nachholen, das bringt nichts. Da geht es nur noch darum, gut zu essen und sich gut zu erholen. Die Vorbereitung ist also sehr wichtig, aber hier gilt dann der zweite Punkt: Passt nie Euer Leben an den Sport an, sondern umgekehrt: das Training muss zum Alltag passen. Familie, Freunde, Freizeit sind wichtiger als der Trainingsplan. Klar, den braucht Ihr, um fit am Start zu stehen, aber werdet nicht zum Sklaven Eures Trainingsplans! 
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