FERNSEH-KRITIK Überdreht "Mord...
FERNSEH-KRITIK
Überdreht
"Mord in Ludwigslust" (ZDF). Ein Zuviel an Täter-Opfer-Polizei-Verstrickung kratzt häufig an der Glaubwürdigkeit einer Geschichte. Bei dem im provinziellen Mecklen-burg-Vorpommern spielenden Krimi (Buch: Thomas Kirchner) bekam es der zuständige LKA-Beamte Mark Condor (Mark Maschke) gleich mit zwei Ex-Geliebten zu tun: mit Lulu, der ermordeten Ehefrau eines klischeegemäß windigen Investors, und der Kieler Kollegin Sophia Eichstätt (Anja Kling). Mit der einen hatte er die Nacht vor ihrem Tod verbracht, das Verhältnis zur anderen lag schon ein paar Jahre zurück, sorgte aber naturgemäß noch für Irritationen. Der tief in die deutsch-russische Vergangenheit reichende Fall war durchaus packend inszeniert, weniger plausibel jedoch erschien das krude Beziehungsgeflecht der Verdächtigen. Ludwigslust als origineller Schauplatz und der rabiate Einsatz von High-Heels als Verteidigungswaffe im finalen Frauenkampf überzeugten ebenso wie die Leistung der Schauspielerriege. Schade nur, dass der Plot einfach zu überdreht geriet. kab
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