Surfen ist noch immer ein gutes Gefühl
Die "Beach Boys" geben zwei Deutschland-Konzerte in Berlin und Stuttgart. Ihre Wiedervereinigung erzeugt "Good Vibrations" und "Fun, Fun, Fun".
Von Uwe Käding (dapd)
Dass die "Beach Boys" noch einmal zusammenkommen, war nicht unbedingt zu erwarten. Mike Love hat die Wiedervereinigung schon seit Jahren angestrebt, Brian Wilson sie ebenso lange blockiert. Wilson hatte 1964 unter anderem wegen unerträglichen Lampenfiebers aufgehört, mit den "Beach Boys" aufzutreten. Zunächst wurde er von Glen Campbell, 1965 von Bruce Johnston ersetzt. In der konzertfreien Zeit konzipierte er mit den "Pet Sounds" eines der wichtigsten Alben der Popgeschichte und zerbrach 1966 fast an seinem ehrgeizigsten Projekt, dem erst 2004 veröffentlichten "Smile". Der pragmatische Love hatte die psychedelischen "Smile"-Sessions nicht besonders geschätzt und auf weitere Hits im bewährten Surf-Sound gedrungen. Der Super-Hit kam dann auf "Smiley Smile": "Good Vibrations".
Nun, im fortgeschrittenen Alter (Love ist bereits 70, Wilson wird es am 20. Juni), sind die Bande offenbar wieder genügend erstarkt, um eine "Celebration Tour" samt Album durchzuziehen. Zwei Gründungsmitglieder, Wilsons Brüder Carl und Dennis, sind verstorben. Mit Love, Brian Wilson und Jardine sind noch drei Musiker der ersten Stunde dabei, Johnston und Marks gehören seit Jahrzehnten dazu. In den USA starten die Erfinder des California-Sound am 27. April in New Orleans, in Deutschland gastieren sie am 3. August in Berlin und am 4. August 8. in Stuttgart. Erwarten dürfen die Fans bekannte Songs wie "Surfer Girl", "California Girls", "Good Vibrations", "God Only Knows", "Do It Again" und in jedem Sinne "Fun, Fun Fun".
O2 World, O2-Platz, Berlin, 3. August, 20 Uhr. Karten zu 43,40 bis 87,10 Euro unter Hotline 01805-57 00 70.
Internet http://www.eventim.de

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