Philharmoniker aus allen Ländern

Große Orchester aus Stockholm, New York und St. Petersburg geben im Februar Klassikkonzerte in der Alten Oper Frankfurt. Aber auch Belcanto ist angesagt.

Der chinesische Pianist Lang Lang kommt mit den New Yorker Philharmonikern in die Alte Oper. Zu hören: Werke von Prokowjew, Bartók, Lindberg. Foto: dpaDas "Royal Stockholm Philharmonic Orchestra" eröffnet den musikalischen Februar. Zwei Werke stehen am 2. Februar auf dem Programm: Brahms’ Violinkonzert mit der Geigerin Lisa Batiashvili sowie Strawinskys "Feuervogel" – beides wird von Sakari Oramo dirigiert. Am selben Abend geben zwei Etagen tiefer im Mozartsaal unter dem Namen "Frankfurter Streichoktett" Mitglieder des Opern- und Museumsorchesters einen Kammermusikabend mit berühmten Oktetten, darunter das herrliche Es-Dur-Werk Mendelssohns.

Operette mit Erläuterung

Eine "Große Operetten-Gala" soll am 4. Februar auf den nahenden Frühling einstimmen. Die Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz musiziert unter der Leitung des bewährten Peter Falk. Arien, Duette und Overtüren aus der "Fledermaus", "Die schöne Helena" und "Der Bettelstudent" wechseln sich ab. Michael Quast gibt die passenden Erläuterungen dazu.

Ein erster planerischer Höhepunkt im Februar-Programm ist das zweitägige Gastspiel des Mariinsky-Theaters St. Petersburg am 5. und 6. Februar. Am 5. wird nachmittags (15 Uhr) Rodion Konstantinowitsch Schtschedrins Konzertoper "Der verzauberte Pilger" im Großen Saal aufgeführt. Hier, wie auch am Abend (19 Uhr) bei der konzertanten Aufführung von Mussorgskys "Boris Gudonow" und am 6. Februar bei Tschaikowskys "Pique Dame" wird Valery Gergiev die Leitung inne haben. Die Opern werden jeweils in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln vorgestellt.

Auch das Gastspiel des Orchesters der "New York Philharmonic" ist auf zwei Tage ausgelegt. Am 8. Februar wird zunächst Frank Peter Zimmermann als Solist in Beethovens Violinkonzert zu hören sein. Am 9. kommt schließlich der chinesische Klaviervirtuose Lang Lang nach Frankfurt, um im Großen Saal Bartóks komplexes zweites Klavierkonzert zu spielen. Das in beiden Konzerten von Alan Gilbert geleitete Orchester steuert zum ersten Abend Ravels "Daphnis et Chloé" bei sowie zum zweiten die fünfte Sinfonie von Prokofjew.

Das "Orchester der Klangverwaltung" gastiert schließlich am 11. Februar bei der Konzertdirektion "Pro Arte". Enoch zu Guttenberg dirigiert und Joseph Moog spielt Mozarts grandioses Klavierkonzert d-Moll (KV 466). Darüber hinaus gibt es Mahlers vierte Sinfonie. Die beiden Abonnementkonzerte des Opern- und Museumsorchesters Frankfurt wiederum beschäftigen sich am 12./13. Februar mit der Uraufführung eines Saxofonkonzerts. Gewidmet hat es der Berliner Komponist und Dirigent Peter Aderhold dem Saxofonisten Branford Marsalis, der es in der Alten Oper auch bläst. Beethovens dritte Sinfonie rundet das für "Museums-Verhältnisse" ungewöhnliche Programm ab. Am 13. Februar bieten darüber hinaus der Cellist Jean-Guihen Queyras und sein Klavierpartner Alexander Tharaud einen hochwertigen Sonatenabend im Mozartsaal – unter anderem mit Brahms’ kraftvoller Sonate F-Dur.

Feuerwerk im Abonnement

Die beiden Abonnementkonzerte des HR-Sinfonieorchesters schließen sich am 16. und 17. Februar an. Unter der Leitung des Chefdirigenten Paavo Järvi gibt es zunächst Strawinkys "Feuerwerk", danach Mozarts "Jupiter-Sinfonie" und dann Prokofjews "Sinfonia concertante" mit der "Künstlerin in Residence", Alisa Weilerstein (Cello). Auf hohem Niveau liest sich auch das Programm, das sich die Pianistin Khatia Buniatishvili am 17. im Mozartsaal vorgenommen hat. Liszts h-Moll-Sonate, dazu Liszt-Bearbeitungen von Schubert-Liedern wie "Gretchen am Spinnrade" und Strawinskys "Petrouchka".

Die "Belcanto"-Reihe meldet sich am 18. Februar rechtzeitig zum Karneval mit einem Abend unter dem Motto "Maskeraden". Christoph Poppen wird artgerechte Werke von Rossini, Mozart und Tschaikowsky dirigieren, man darf gespannt sein, unter welcher Maske der Moderator Michael Quast erscheinen wird. Einen Höhepunkt am Monatsende (27. Februar) verspricht noch das Konzert mit dem Pianisten Grigory Sokolov, der sich unter anderem mit den Händel-Variationen von Brahms auseinandersetzen wird. Ge

Alte Oper Frankfurt. Kartentelefon

(069) 13 40 400. Internet http://www.alteoper.de

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