Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 24.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Über 64 Stufen hinauf zu dem Komponisten
Mit einer kammermusikalischen Matinee wurde im neuen Hindemith-Kabinett im Frankfurter Kuhhirtenturm der Geburtstag des Komponisten begangen.
Es ist einer der kleinsten, wenn nicht gar der kleinste Konzertsaal der Welt, der über 64 steile Treppenstufen des Kuhhirtenturmes in Alt-Sachsenhausen zu erreichen ist. Hier, unter dem Dach, lebte und arbeitete Paul Hindemith mit Mutter und Schwester, ehe er in den 30er Jahren ins Exil ging. Seit Anfang 2011 ist die Familie wieder zurückgekehrt ins alte Gemäuer, wenn auch nur in Gestalt von Bildern und Dokumenten, eben dem "Hindemith-Kabinett". Im Musikzimmer kamen zum 116. Geburtstag Studenten und Dozenten aus dem englischen Manchester zum Zuge. Das kleine Konzert zeigte die große Vielfalt der Kompositionen von Hindemith: Sarah-Peggy Nolan (Cello) brachte mit Klavierpartner Jeremy Young in den drei Stücken (op.8) die Nähe des noch jungen Komponisten zu romantischen Vorbildern zum Ausdruck. Die 20 Jahre später (1938) entstandene Oboensonate zeigte bereits den technisch ausgereiften Tonsetzer – eine große Herausforderung, die der junge David Curington hervorragend meisterte. Daniel Roberts hieß der dritte junge Solist, der die D-Dur-Violinsonate spielte. Nicht nur im "geschwinden Tanz" sah man den alten Spaßvogel Hindemith im Verborgenen mit den Augen zwinkern. Er hätte sich an diesem Tag gewiss wohlgefühlt. Ge
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