24.12.2010

Gläubig und frei 2 Kommentare


Von Bruder Paulus

Die Taufe ist ein Sakrament. Foto: dpaDie Taufe ist ein Sakrament. Foto: dpaDie Taufe ist ein Sakrament. Foto: dpaS

Sakrament: Heiliges Zeichen, in dem Gott jetzt wirkt, was er in Jesus vor 200 Jahren gewirkt hat. In der katholischen Kirche gibt es heutzutage sieben Sakramente: Taufe, Firmung, Eucharistie, Buße, Ehe, Weihe zum Amt und Krankensalbung, in der evangelischen Kirche zwei: Taufe und Abendmahl.

Für jedes Sakrament müssen bestimmte Sachen oder Situationen genutzt werden, wie zum Beispiel Wasser oder Brot. Und es müssen dazu bestimmte Worte von bestimmten Personen gesagt werden, wie zum Beispiel: «Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.» Oder: «Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.»

Nur wer getauft ist, kann die anderen Sakramente empfangen: Die Taufe ist das Grundsakrament.

Säkularisierung: Wörtlich meint dieser Begriff «Verweltlichung». Säkular ist der nichtreligiöse Mensch. Der Staat ohne Gottesbezug.

Der Begriff klingt je nach Einstellung des Einzelnen positiv oder negativ. Gut klingt der Begriff bei allen, die meinen, Religion behindere die freie Entfaltung der menschlichen Person. Mit der Vertreibung religiöser Bezüge aus dem Alltag würde man den eigentlichen Sinn der Dinge erkennen und sie ihrer Bestimmung gemäß nutzen. Negativ klingt der Begriff bei allen, die Religion für das Tüpfelchen auf dem i halten: Durch Religion würde der Mensch erst in die Lage versetzt, den eigentlichen Sinn hinter den Dingen zu erkennen und sie ihrer Bestimmung gemäß zu nutzen.

Man sieht: Religiösen und säkularen Menschen geht es um Wahrhaftigkeit. Dass die Verweltlichung in unserem Land so weit fortgeschritten ist, also Gott so wenig in Zusammenhang mit dem eigenen Leben gebracht wird, hat einen einfachen Grund: Sehr lange ist gerade in unseren Breiten die Religion von den Mächtigen missbraucht worden. Aus dieser Erfahrung wäre die Frage heute: Wird nicht heute auch die Säkularisation von den Mächtigen missbraucht?

Es ist nämlich noch nicht zu Ende entschieden, ob der freiere und widerstandsbereitere der gläubige oder der ungläubige Mensch ist.

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Kommentare

Joachim Datko schrieb am 10.02.2011 02:52 Uhr

Religion jenseits aller Vernunft?

Die großen Religionen verdanken ihren Erfolg massiver Manipulation. Sie neigen dazu die gesamte Gesellschaft zu vereinnahmen, dies gelingt um so leichter, je früher die Priester die Menschen indoktrinieren können.
Forderungen:

- Säuglingstaufen abschaffen
- Kreuze aus Klassenzimmern entfernen

Vieles ist jenseits aller Vernunft, man denke nur an die christliche "Teufelslehre", so ein unbeschreiblicher Unsinn!

Man denke nur an den kirchlichen Jahreskreis, die ständige Wiederholung von Absonderlichkeiten, die Wiederholung ist eine simple Gehirnwäsche. Siehe z.B. http://www.festjahr.de/festtage/christihimmelfahrt.html

Fragen und Diskussion zu religiösen Weltbildern und zu einer naturwissenschaftlich-philosophischen Weltanschauung gerne unter:
http://www.monopole.de/index.php?board=42.0

Meiner Ansicht nach sind Priester gefährlich, ich kann vor Priestern nur warnen.

Joachim Datko - Philosoph, Physiker - Forum für eine faire, soziale Marktwirtschaft - Monopole.de

m w schrieb am 15.12.2011 13:02 Uhr

Tipp-Fehler ???

Muss das nicht besser 2000 Jahre heisen anstatt:
"Sakrament: Heiliges Zeichen, in dem Gott jetzt wirkt, was er in Jesus vor 200 Jahren gewirkt hat. In der ...."

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