Die Titelseite der Frankfurter Neue Presse vom 25.05.2012 als PDF zum Downloaden.
Süwag erhöht Gaspreise zum 1. Oktober
Frankfurt. Am Donnerstag waren es laut einer Übersicht des unabhängigen Internet-Verbraucherportals Toptarif 162 Gasversorger, die ihre Preise zum September oder Oktober anheben werden. Zu diesen Versorgern hat sich gestern nun auch die Frankfurter Süwag gesellt – gerade noch rechtzeitig, um die bei Preiserhöhungen gesetzlich vorgeschriebene Sechs-Wochen-Frist einzuhalten. Denn die RWE-Tochter plant die Preisanhebungen zum 1. Oktober.
Betroffen von den Anhebungen sind laut Süwag der Erdgaspreis in der Grundversorgung und im Tarif Süwag Gas. Da klettern die Preise um rund acht Prozent, bzw. 0,5 Cent pro Kilowattstunde. "Für Haushaltskunden mit einem durchschnittlichen Verbrauch von 20 000 Kilowattstunden im Jahr bedeutet die Preiserhöhung eine Mehrbelastung von circa 8,33 Euro pro Monat inklusive Mehrwertsteuer", ließ der Versorger wissen.
Zumindest laut Toptarif bleibt die Süwag damit unter dem Durchschnitt der Gaspreisanhebungen: Demnach verteuert sich der Gaspreis im Bundesdurchschnitt um 10,7 Prozent. Der Frankfurter Wettbewerber Mainova hat bereits zum 1. September Gaspreis-Erhöhungen um 9,4 Prozent angekündigt. Sowohl die Süwag als auch die Mainova weisen darauf hin, dass sie ihre Gaspreise seit der Wintersaison 2008/09 nicht mehr angehoben hätten.
Als Grund für die Preissteigerung nennt auch Süwag "die weltweit verstärkte Nachfrage nach Öl- und Gasprodukten sowie die Unruhen in einigen erdgas- und ölfördernden Ländern". Die Gaspreise sind über Verträge der Gasimporteure mit der Entwicklung der Ölpreise verbunden und folgen mit einer Verzögerung von rund sechs Monaten. Die Ausschläge sind allerdings weniger heftig als beim Öl.
Derzeit gehört die Süwag zu 77,6 Prozent Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE; die anderen Teile liegen bei kommunalen Aktionären. So hält Frankfurt 6,0 Prozent, der Rheingau-Taunus-Kreis 1,5 Prozent und der Main-Taunus-Kreis 1,4 Prozent. Aber der durch die Energiewende unter Druck geratene Energiekonzern prüft unter anderem eine Trennung von der Süwag. Die Aktiengesellschaft weist für 2010 einen Bilanzgewinn in Höhe von 52,8 Millionen Euro aus. Der Umsatz lag bei 1,6 Milliarden Euro. pan


Deutsche Bank / Realtime Indikation


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