Rohe tierische Lebensmittel für Schwangere tabu

Bonn. Schwangere sollten auf rohe tierische Lebensmittel verzichten. Grund: Über diese Produkte können Toxoplasmoseerreger und Listerien übertragen werden. Bei einer Infektion kann das Kind gefährdet werden.

Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft schwächen die weibliche Immunabwehr. Schwangere sind dadurch empfänglicher für Infektionen, die das Kind gefährden können. Besonders schützen sollten sich Schwangere vor Toxoplasmoseerregern und Listerien, die hauptsächlich durch die Nahrung übertragen werden. Schwangere sollten daher auf rohe tierische Lebensmittel, vor allem auf Produkte aus Rohmilch, rohem Fleisch und Fisch, verzichten. Das rät das Netzwerk Gesund ins Leben, das vom Bundesernährungsministerium gefördert wird.

"Auch Salami und andere Rohwürste wie Teewurst, Mettwurst und Cabanossi können diese Erreger enthalten", warnt Prof. Klaus Vetter, Frauenarzt und Experte im Netzwerk. Auch Rohschinken, Bündnerfleisch und andere Pökelerzeugnisse können trotz Salzgehalt noch aktive Toxoplasmoseerreger enthalten. Haben Frauen eines dieser Nahrungsmittel gegessen, brauchen sie aber nicht in Panik geraten: "Auf 670 000 Geburten pro Jahr kommen 50 gemeldete Erkrankungen", sagt Prof. Vetter.


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