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Ein Jahrhundert im Rückblick
Niederrad. Gegründet wurden die Naturfreunde 1895 in Wien. Ziel war es, über naturnahe Aktivitäten Arbeiter für Wald und Wiesen zu begeistern und aus den Kneipen zu holen. Mit der gleichen Absicht wurde auch die Ortsgruppe Frankfurt im Jahr 1912 ins Leben gerufen und bot Städtern Ski- und Wandertouren.
Im Jahr 1915 weihte die Ortsgruppe ihre erste Hütte bei Brombach im Taunus ein, die heute noch existiert. Großer Zulauf sorgte dafür, dass in den Stadtteilen einzelne Gruppen aus 150 bis 200 Menschen entstanden. 1930 bauten die Naturfreunde eine weitere Hütte in Niederreifenberg. Nach dem Verbot durch die Nazis wurde die Ortsgruppe Frankfurt der Naturfreunde im Jahr 1950 ein zweites Mal gegründet. Acht Jahre später errichtete sie ihr heutiges Domizil in Niederrad, größtenteils in Eigenleistung. Die Klinkersteine für den Bau, vom abgerissenen Schlachthof stammend, wurden teilweise in Rucksäcken von Mitgliedern herbeigeschafft. Kurz darauf folgte der Bau des Stadthauses im Gallusviertel. Damals zählte die Ortsgruppe rund 2000 Mitglieder, Rekord für die Frankfurter Naturfreunde.
Der Hauptsitz der Naturfreunde ist seit der Gründung Wien. Allein in Deutschland zählt der Verein rund 100 000 Mitglieder, aufgeteilt in 750 Ortsgruppen und auf über 500 Häuser. Die Ortsgruppe Frankfurt hat rund 800 Mitglieder. Neben dem Neujahrsempfang zählen der Naturfreunde-Tag und das Apfelfest am 9. September sowie die akademische Feier am 6. Oktober zu den Höhepunkten im Jubiläumsjahr. Zudem veranstaltet der Verein wie jedes Jahr seine Maifeier am 1. Mai und nimmt teil an der Parade der Kulturen des Stadtjugendrings am 23. Juni. Informationen über die Naturfreunde Frankfurt gibt‘s unter http://www.naturfreunde-ffm.de im Internet. bki



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