Extra: Eine Provision für Roland Koch

Das verschlug sogar Albrecht Kündiger die Sprache. Der Chef der Grünen im Kreistag war bei seiner Rede während des Neujahrsempfangs seiner Partei im Eschborner Rathaus gerade so richtig in Schwung, als ihn der Hausmeister unterbrach. "Sie haben doch jetzt alles gesagt," schnitt der im grauen Kittel auftretende Mann Kündiger das Wort ab, um sich selbst in Frankfurter Tonart ans Volk zu wenden. Was Kündiger nicht wusste: Bei dem vermeintlichen Hausmeister handelte es sich um einen von Geschäftsführerin Madlen Overdick engagierten Kabarettisten vom Frankfurter Theater "Grüne Sosse". "Den Grünen fehlt es an Humor", hielt Sigi Herold zunächst fest, um dann in ganz eigener Weise das Thema Fluglärm aufzugreifen. "Sie haben immer gedacht, solange der Roland Koch hier wohnt, kriegen sie keinen Krach, da haben die euch ganz schön reingelegt," sagte der aus Offenbach stammende Kabarettist und sagte gleich darauf Thomas Ebert eine gute Zukunft voraus, schließlich habe der ja "schon 40 Jahre Berufsschule überstanden". Die Perspektive des ehemaligen Ministerpräsidenten und jetzigen Chefs der Baufirma Bilfinger/Berger malte Herold in rosigen Farben: "Bilfinger/Berger kann ja die Nordwestbahn wieder abbauen, da kriegt der Roland noch einmal eine Provision." hasch

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