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Geldof sieht große Zukunft für Afrika
Frankfurt. Afrika hat nach Meinung von Musiker und Polit-Aktivist Bob Geldof eine große Zukunft vor sich. "Die Leute halten mich für verrückt, dabei sage nicht ich, sondern das Wirtschaftsinstitut McKinsey, dass Afrika bis zum Jahr 2040 eine der großen Wirtschaftsmächte der Welt sein wird", sagte der 59-Jährige am Dienstag in Frankfurt der Nachrichtenagentur dpa. Das Problemsei, dass über das Potenzial Afrikas kaum berichtet werde: "Dafür interessieren sich die hiesigen Medien nicht. Sie sollten es aber verdammt noch mal - schon allein wegen der Frage, wohin wir in Zukunft unsere Waren verkaufen."
Der irische Sänger, Hauptinitiator der Afrika-Hilfsprojekte "Band Aid" und "Live Aid", hat kürzlich erstmals seit zehn Jahren wieder ein Soloalbum veröffentlicht. Er geht damit im Oktober auf Deutschlandtournee.
Die Krise im ostafrikanischen Somalia, das von Dürre und Bürgerkrieg gebeutelt ist, hält Geldof für hausgemacht. "In Somalia erleben wir eine politische Hungerkatastrophe", sagte er. "In Äthiopien gibt es keine Hungersnot, weil dort Stabilität herrscht." In den 1980er Jahren hätte die derzeitige Situation auch in Somalias Nachbarland eine Hungersnot ausgelöst, heute könne dieses Land aufgrund seiner Infrastruktur und politischen Lage damit umgehen. "Aber wenn in einem Land Chaos herrscht wie in Somalia, erleben wir Hungersnot", erklärte Geldof, Mitbegründer der Band The Boomtown Rats.



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