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Intendant Dew begrüßt Eingriff des Ministeriums
Darmstadt. Der Intendant am Staatstheater Darmstadt, John Dew, sieht dem geplanten Einsatz eines Ombudsmannes und eines externen Moderators an seinem Haus positiv entgegen. "Das begrüße ich außerordentlich", sagte er am Donnerstag über den Bericht des Sonderermittlers des hessischen Kunstministeriums, Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Er fügte hinzu: "Ich hoffe sehr, dass ein Schlussstrich unter diese sehr unappetitliche Geschichte gezogen wird." Grosse-Brockhoffs Bericht sieht vor, dass ein Ombudsmann und ein externer Moderator am Theater eingesetzt werden.
Dew erwartete, dass sich die eingesetzten Berichterstatter neutral um Probleme und Vorwürfe kümmern werden: Dennoch bleibe das Haus eigenständig - es werde keine Eingriffe in die künstlerische Gestaltung geben. Sein Ehemann und bisheriger Tenor am Staatstheater, Sven Ehrke, habe seinen Vertrag aufgelöst, weil er sich gemobbt gefühlt habe.
Auch Staatstheater-Geschäftsführer Jürgen Pelz plädierte für ein Ende der Debatte. Er sagte, die Kunst solle im Mittelpunkt stehen. "Diskurse über Bühnenstücke sind uns lieber als über Interna." Grosse-Brockhoff habe in den vergangenen Wochen alle geheimen Unterlagen einsehen können und sei so zu seiner Einschätzung gekommen. Pelz sagte auch, dass die Dienstverträge mit Generalmusikdirektor Constantin Trinks von Juristen des Kunstministeriums überprüft würden. Dabei untersuchten diese zudem mögliche strafrechtliche Schritte.
Neben Ehrke hat auch Trinks Lebensgefährtin und Sopranistin Alexandra Lubchansky ihren Gastvertrag aufgelöst. Sie sei nur für ein Stück am Haus engagiert gewesen, sagte eine Pressesprecherin des Theaters. Die Rollen der beiden Sänger würden in den anstehenden Aufführungen von den Zweitbesetzungen gespielt.
Prüfbericht von Grosse-Brockhoff
Pressemitteilung des Ministeriums
(dpa)



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