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Lob für die Kandidaten
Hochtaunus. Für die beiden kleinen Oppositionparteien FDP und FWG war es ein entspannter Abend, schließlich hatten sie weder einen Kandidaten ins Rennen geschickt, noch sind sie in der Kreis-Koalition, die ja bekanntlich CDU und SPD stellen, gebunden. Und so kam der FDP-Parteichef und Bundestagsabgeordnete Dr. Stefan Ruppert auch ganz entspannt in den fünften Stock des Landratsamt, wo sich die Krebs-Unterstützer versammelt hatten. Er zeigte sich erfreut über den Wahlausgang, schließlich hatten die Liberalen eine Empfehlung für den Amtsinhaber ausgesprochen. Er gehe davon aus, dass die FDP-Wähler größtenteils auch Krebs ihre Stimme gegeben haben. Doch Ruppert zollte auch Dießner Anerkennung und kommentierte: "Es gab zwei gute Kandidaten, der bessere hat gewonnen."
Für die Zukunft erhoffe er sich eine weiterhin gute Zusammenarbeit mit dem Landrat, der ein sachlicher und analytischer Politiker sei. Auf die kommenden Jahre mit Krebs an der Spitze freut sich auch der FDP-Kreistagsabgeordnete Philipp Herbold. Für Dießner sei es ein "respektables Ergebnis". Er sei davon ausgegangen, dass dieser ein bisschen weniger bekomme.
Ganz neutral hatte sich die FWG im Wahlkampf verhalten und gar keine Empfehlung ausgesprochen. Und so war auch der Grävenwiesbacher Bürgermeister und Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Hellwig Herber, ganz entspannt. Er sprach von "einem erwartungsgemäßen Ergebnis". Was ihn wie viele andere an diesem Abend umtrieb, war die geringe Wahlbeteiligung: "Das stellt das System in Frage." Es müsse darüber nachgedacht werden, ob eine Direktwahl künftig noch alleine stattfinden solle oder aber mit anderen Wahlen zusammengelegt werden müsse.



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