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Stadt verteilt Knöllchen
Preungesheim. Eigentlich dürfen nur Linienbusse über den Gravensteiner Platz fahren. Doch immer wieder, beklagen Anwohner und Ortsbeirat, nutzen auch andere Autofahrer die Busspur als Abkürzung durch das Neubaugebiet (wir berichteten). Deshalb hat das Straßenverkehrsamt an fünf Tagen und zu verschiedenen Zeiten nun kontrolliert, Knöllchen verteilt und nachgefragt, warum die Kraftfahrer trotz Verbot den Platz befahren. Das Ergebnis überrascht: Nur wenige nutzen den Platz wirklich als Abkürzung.
In achteinhalb Stunden haben 37 Fahrzeuge den Platz befahren, heißt es in einem kurzen Bericht des Straßenverkehrsamts an den Ortsbeirat. Von ihnen parkten zehn Anwohner oder Besucher des Pflegeheims auf dem Platz. Meist seien es aber Paketdienste oder Lieferanten für das Pflegeheim, die den Platz befahren. "Teilweise wurden Autofahrer von ihrem Navigationssystem falsch geleitet und fuhren unabsichtlich auf den Platz." Vereinzelt fuhren auch Eltern auf den Platz, die ihre Kinder zur Carlo-Mierendorff-Schule brachten oder von dort abholten.
Dass nur "in seltenen Fällen" Autofahrer den Platz als Abkürzung nutzen, decke sich allerdings nicht mit den "sehr negativen Erfahrungen" der Politiker aus dem Stadtteil, betont Ortsvorsteher Robert Lange (CDU).
Das Problem ist für den Ortsbeirat so drängend, dass auf der Tagesordnung der nächsten Sitzung zwei Anträge zu dem Thema stehen. Die FDP wünscht versenkbare Poller, die nur Bussen und Rettungsdiensten die Zufahrt erlauben. Die CDU hält ihren Antrag offener, fordert lediglich die Zufahrt für Unberechtigte zu unterbinden – und zu erklären warum, falls dies nicht möglich ist.hau
Der Ortsbeirat 10 tagt am Dienstag, 7. Februar, ab 19.30 Uhr in der Altentagesstätte am Frankfurter Berg, Fliederweg 9 – 11.



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