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Da werden Collies blitzschnell
Agility ist etwas für Hunde mit Köpfchen
Tolle Leistung: Das Hindernis nimmt der Collie mit links – sein Frauchen weist ihm den Weg durch den Parcours. Foto: Priedemuth
Beim Agility-Turnier gingen 80 Hunde mit ihren Herrchen an den Start. Dabei zeigte sich, wer seinen Vierbeiner am besten im Griff hat.
Oberstedten. Friedlich sitzen Rassehunde und Mischlinge, klein und groß, in unmittelbarer Nähe zusammen. Hier knurrt keiner böse oder kläfft einen Vorbeigehenden aus vollem Halse an. Sonst wären die Hunde auch fehl am Platz. Denn an einem Agility-Turnier können nur Tiere teilnehmen, die auf Gehorsam und Benehmen trainiert sind. Hier muss der Hund zeigen, dass er springen, Slalom laufen und durch Tunnel kriechen kann – und zwar in der Reihenfolge, die ihm sein Herrchen zeigt. Und das so schnell wie möglich.
Knapp 80 Teams – Hundehalter und Vierbeiner – nehmen beim Turnier des Schäferhundevereins (OG Oberstedten) auf dessen Übungsplatz teil. Aus so mancher «Schlaftablette» – und als solche gelten Langhaarcollies – wird da plötzlich ein schneller Blitz.
Von Konkurrenzkampf ist nichts zu spüren, von einem gemeinsamen Freizeitspaß dafür umso mehr. Egal wie es bei den Teilnehmern läuft, immer ernten die sechsbeinigen Teams Applaus von den Zuschauern.
Geduldig sitzt ein schwarz-weißer Border-Collie am Start des Hindernisparcours. Fünf Minuten hat sein Besitzer Zeit, um sich den Lauf einzuprägen. Dann nimmt er seinem Hund das Halsband ab. Gibt ihm ein Zeichen, dass er warten muss, läuft hinter das erste Hindernis. Schließlich erhält der Collie das Startsignal, wetzt los, springt über bis zu 60 Zentimeter hohe Stangen. Als Fehler wird gewertet, wenn ein Hund die Stange herunterwirft, beim Slalom aus der Reihe tanzt, einen Sprung oder das Laufen durch den Tunnel verweigert. Gestartet wird in verschiedenen Schwierigkeitsklassen.
Schnell wird klar, ohne Anleitung des Besitzers hat der Hund keine Chance, den Lauf zu meistern. Denn die Hindernisse werden bei jedem Durchgang in neuer Anordnung aufgestellt. Und er kann auch nur so schnell sein, wie sein Herrchen es schafft, vor ihm oder auf gleicher Höhe an den Hürden vorbeizugehen. Denn der Zweibeiner weist den Weg von Hindernis zu Hindernis – meist per Handzeichen.
Interessant wird es vor allem dann, wenn der Hund sich verweigert. Denn dann zeigt sich, wie sein Besitzer auf ihn eingeht und wie er ihn dazu bringt, doch noch durch den dunklen halbmondförmigen Tunnel zu laufen. Die Szene im Ziel ist immer dieselbe: Noch völlig außer Atem lobt der Besitzer sein Tier, das kräftig mit dem Schwanz wedelt und die Streicheleinheiten entgegennimmt.
Sandi erhält von seiner Besitzerin Monika Kaminski sogar Käse zur Belohnung. Er hat einen Nullfehlerlauf in 31,90 Sekunden hingelegt. Es ist Sandis zweites Turnier. «Ich bin begeistert, dass er es schon so toll meistert», sagt seine 46-jährige Besitzerin.
Die besten Teams in den einzelnen Gruppen A0, A1, A2, A3 – unterteilt noch einmal in large, medium und small – sind am Ende: Lisa Rentergent mit Felix, Stefan Umstätter mit Fee, Maike Belchaus mit Sooky, Gudrun Brusch mit Weena, Jennifer Brechtel mit Rachel, Regina Ziegler mit Ingira, Friedhelm Schubert mit Charly, Silvia Franke-Beichert mit Dusty, Monika Kaminski mit Lola und Elfriede Eichelmann mit Sally.
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