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Der Berg braucht eine große Halle
Albert-Schweitzer-Schule: FDP-Chef will mit Zahlen untermauern, dass ein Ein-Feld-Spielfeld nicht ausreicht
Die Albert-Schweitzer-Schule ist mit ihrer Turnhalle Teil des Programms «Schulturnhallen, Abriss und Neubau ». Doch mehr als eine Ein-Feld-Halle scheint nicht möglich zu sein. Zum wiederholten Mal macht sich der Ortsbeirat für eine größere Halle stark.
Frankfurter Berg. Der Frankfurter Berg ist bei Familien beliebt, dort zwischen Eschersheim und Bonames, leben, nach Ginnheim und Riedberg, die meisten Kinder. Und die möchten beschäftigt werden – zum Beispiel in einem Sportverein. Doch die TSG geht bei der Mitgliederzahl an ihre Grenze. Hauptgrund: Es fehlt Platz, lediglich die Halle der Albert-Schweitzer-Schule steht der Sportgemeinschaft zur Verfügung. Und die ist klein und marode – doch eine Lösung scheint nicht in Sicht. Aus dem Konjunkturpaket gestrichen, die Entscheidung über einen Neubau kann frühstens bei den Beratungen zum Haushalt 2012 erfolgen. Dann erst sei klar, ob die Stadt das Geld hat, eine größere Halle zu bauen.
Der FDP im Ortsbeirat 10 geht das zu langsam. Zu recht. Schon mehrfach hatte das Stadtteilparlament angeregt, die Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule als Zwei-Felder-Halle auszubauen. Nicht nur die Schule brauche mehr Platz, auch die ortsansässigen Vereine benötigen dringend mehr Kapazitäten, so FDP-Chef Dr. Julian Langner. Denn das Problem im Ortsbezirk 10 sei, dass es kaum Vereinsturnhallen gibt, und vor allem am Frankfurter Berg und in Berkersheim überhaupt keine bestehen, weshalb die Vereine ihren Betrieb erheblich einschränken müssen. Außerdem gebe es keine alternativen Flächen mehr, eine solche Vereinsturnhalle zu errichten. «Die einzige Möglichkeit, den Vereinen entsprechende Trainingsmöglichkeiten einzuräumen, besteht in einem Ausbau der Halle auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Schule auf eine Zwei-Felder-Halle. Hieran hält der Ortsbeirat fest», betont Langner. In einem Antrag, über den in der Sitzung am 17. August beraten werden soll, fordert der Liberale außerdem, dass die Stadtverwaltung erfasst, welchen Bedarf die Vereine am Frankfurter Berg und Berkersheim für die Nutzung einer Sporthalle haben und entsprechend die Planungen für einen Neubau der Turnhalle der Albert-Schweitzer-Schule auszulegen. Denn bislang gehe der Magistrat davon aus, dass die Halle zwar später realisiert werde, dass aber nur Bedarf für eine Ein-Feld-Halle bestehe, weil der Schulbetrieb der Albert-Schweitzer Schule keine größere Halle rechtfertige und eventuell bestehender Mehrbedarf durch Vereinsturnhallen abgedeckt werde. (ST 505 vom 01. April 2010). «Doch hier besteht eben kein Normbedarf, der mit einer Normturnhalle befriedigt werden kann», sagt Langner. Genau deshalb hat der Ortsbeirat mehrfach angeregt, eine entsprechende Sonderplanung in die Wege zu leiten.
Doch soweit ist die Stadtverwaltung längst nicht. «Derzeit arbeiten wir nicht großartig an dem Projekt», sagt Stadtschulamtschefin Ursula Scheuring. Zunächst müsse entschieden werde, ob die Maßnahme in einem der nächsten Haushalte berücksichtigt werde. Auf dem Gelände der Albert-Schweitzer-Schule stehe, wie bei so vielen Grundschulen, eine Typenturnhalle, die in die Jahre gekommen sei. Die in der Bonfifatius- und der Zentgrafenschule seien schon ersetzt worden, die der Friedrich-Fröbel- und der Käthe-Kollwitz-Schule befänden sich im Bau. «Die der Schweitzer-Schule wär die nächste gewesen», sagt Scheuring. Allerdings in Norm, was anderes sehe ihr Dezernat derzeit nicht vor. «Uns geht es vorrangig um die Sicherung des Schulunterrichts, erst in zweiter Linie um das Sportangebot im Stadtteil.» Natürlich habe ihr Amt «durchaus Erfahrungswerte für die Errichtung einer größeren Halle. Ein solcher Bau hängt jedoch von den finanziellen Möglichkeiten der Stadt ab», betont die Schulamtsleiterin. Wenn die von Ortsbeirat geforderten Zahlen vorliegen, wird es allerdings ein weiteres Argument für eine große Halle geben. sim


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