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Apfelwein schmeckt auch Walisern
Sachsenhausen. ![]()
Der Schoppen verkaufte sich gut auf dem Cider-Festival. Foto: privat Es war ein Ausflug zur Völkerverständigung: Eine kleine Sachsenhäuser Delegation brach zum internationalen Cider-Festival nach Wales auf, um die Werbetrommel für den Ebbelwei zu rühren (wir berichteten). Jetzt sind Michael Rühl, Konstantin und Johannes Kalveram zurück – und haben einiges gelernt.
"Der gute hessische Apfelwein, wie wir ihn kennen und lieben, ist für die Waliser echte Gewöhnungssache", erzählt Konstantin Kalveram. Denn nicht nur deren Cider unterscheidet sich vom Frankfurter Nationalgetränk beträchtlich: Die walisische Variante hat einen geringen Säuregehalt, ist eher trüb und "sehr handfest" im Geschmack. Beim typischen Cidre aus der Normandie überwiegt die süße, saftige Note. Die Asturier haben eine ganze Bandbreite – vom Schaumwein bis zum alkoholfreien Cidras – im Angebot.
Und unser geliebter Apfelwein? "Kam bei den Festbesuchern sehr gut an", erzählt der Sachsenhäuser. Zunächst seien vor allem die Briten dem deutschen Produkt gegenüber sehr skeptisch gewesen. "Aber als sie sich an den Säuregehalt gewöhnt hatten, waren sie rundum von den Socken."
Mit 1000 Litern Ebbelwei waren Michael Rühl, Konstantin und Johannes Kalveram aufgebrochen. Mehr als die Hälfte verkauften sie an die rund 3000 Besucher. Einige Liter an fremdländischen Kostproben fanden dafür den Weg nach Sachsenhausen. Besonders bei den Damen hatten die Frankfurter einen guten Stand, weil sie einen halbtrockenen Perlwein aus Äpfeln im Gepäck hatten. Unter den "Ladies" sei dessen süffige Note recht beliebt gewesen.
Eine hessische Weisheit, so lernten sie, ist gar keine solche, sondern eine internationale: "Apfelwein bringt verschiedene Menschen an einen Tisch und verbindet sie", weiß Kalveram nach seinem Besuch zu berichten. Kommendes Jahr wollen sie erneut zum Fest reisen.ges



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