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"Bereits nach einer Woche führen die Kinder etwas auf"
Joachim Reiss ist Leiter des Schultheater-Studios, das dafür sorgt, dass auf der Bühne in der Nordweststadt jedes Jahr 10 000 Schüler professionelles Kinder- und Jugendtheater spielen. Unser Mitarbeiter Benjamin Kilb hat mit ihm gesprochen.
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Joachim ReissHerr Reiss, wie definieren Sie die Ziele des Schultheater-Studios?
JOACHIM REISS: Wir möchten dafür sorgen, dass alle Kinder und Jugendlichen in Frankfurt die Möglichkeit haben, Theater zu spielen, ob in Kirchengemeinden, Schulen oder Vereinen. Dafür bilden wir Lehrer, Sozialarbeiter oder Erzieher, eigentlich jedermann, aus, junge Menschen schulen zu können.
Wie sind Sie darüber hinaus tätig?
REISS: Wir führen zudem einen Theaterbuchversand und sind auch als Agentur tätig, die Projektwochen mit bis zu 50 freiberuflichen Theaterpädagogen veranstaltet. Zudem organisieren wir verschiedene Modellprojekte zum Thema Gewaltprävention und Ferienspiele. Die teilnehmenden Kinder kommen teilweise von weit her.
Wie schnell stellen sich dabei Erfolge ein?
REISS: Bis zu 30 Kinder nehmen mitunter an den Ferienspielen teil. Obwohl es keinen Plan gibt, kein vorgegebenes Stück, führen die Kinder nach einer Woche bereits etwas auf.
Wie finanzieren sie sich?
REISS: Wir werden als Institution mit Mitteln von der Stadt Frankfurt und dem Kultusministerium gefördert, auch unterstützen uns viele Stiftungen. Weiter Einnahmen machen wir mit Ferienspielen und Weiterbildungen.
Wie sehen Sie das Schultheater-Studio für die Zukunft aufgestellt und was ist geplant?
REISS: Wir werden weiter aktiv sein und von Stadt und Land gefördert werden. Unsere nächste Herausforderung besteht darin, das Fach Theater wieder stärker an Schulformen unterhalb des Gymnasiums zu etablieren. Dort, wo das Projekt viel zur Persönlichkeitsbildung beiträgt, wurde vieles wieder zurückgenommen, was bereits im Unterricht verankert war. In der Mittelstufe beispielsweise wurde das Fach wieder abgeschafft.



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