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Blixa Bargeld lässt die Beat-Generation aufleben
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War nicht so sehr gesprächig: Blixa Bargeld. Foto: KammererEr ist Gründer und Sänger der "Einstürzenden Neubauten" und war Gitarrist bei "Nick Cave And The Bad Seeds" – Blixa Bargeld gab sich in der Schirn-Kunsthalle die Ehre. Auf dem Programm: Texte von US-Autoren der Beat-Generation. Aber als Bargeld in der Ausstellung des Künstlers Kienholz seine Lesung bei einer Flasche Riesling beginnen wollte, versagte das Mikrofon. "Ich gebe der Technik noch zwei Minuten, wenn das nicht funktioniert, werde ich das Ganze schreiend vortragen", scherzte der 53-jährige Musiker.
Nach wenigen Minuten wurde die Technik dann doch noch überlistet und Bargeld konnte den ersten Text von US-Autor Jack Kerouac auf Englisch vortragen. Auszüge aus Werken von Allen Ginsberg und William S. Burroughs folgten. Sie alle gehörten einer Gruppe junger Autoren der Beat-Generation an, die sich in den 50er Jahren ihren Zorn über die Nachkriegsgesellschaft von der Seele schrieben. Demzufolge ließ es sich Bargeld in seiner Lesung nicht nehmen, die wortgewaltigen Texte von Kerouac, Ginsberg und Burroughs im stakkatoartigen Wechsel vorzutragen.
Oft schleuderte er die kurzen Sätze abgehackt und inhaltlich rausgerissen in die Besuchermenge der "Kienholz"-Ausstellung. Nach einer Stunde war die Lesung vorbei, der Weißwein geleert und von Bargeld nichts mehr zu sehen.
Warum aber eigentlich diese Texte in dieser Ausstellung? Ganz einfach: Wie die Literaten der Beat-Generation griff der Konzeptkünstler Edward Kienholz in seinen provokanten Werken gesellschaftliche Themen wie Gewalt, Doppelmoral, Kriege, Rassendiskriminierung und Randgruppen auf – ein perfekter Anlass für eine Lesung. Und es ist bekannt, dass Bargeld Fan des Künstlers ist – was lag da näher, als den Berliner Musiker zu einer Lesung einzuladen?Claudia Ziemer



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