Bundespolizei setzt auf Integration

Frankfurt. Im Gespräch mit Ausländern haben Beamte mit Migrationshintergrund einen klaren Vorteil. Foto: Weis Bei der Bundespolizeidirektion Flughafen läuft seit 2010 ein Pilotprojekt. Sein Ziel ist es, den Migrantenanteil der Beschäftigten zu erhöhen. Seit dem Auftakt im April 2010 wurden nach Angaben der Behörde "viele lebendige Partnerschaften mit Vereinen, Schulen und Kommunen" geschlossen. Längst sei aus einer engagierten Nachwuchswerbung "eine Integrationsinitiative" geworden.

Gestern stellte Wolfgang Wurm, Präsident der Bundespolizeidirektion Flughafen, die Zwischenbilanz des Projekts "Nachwuchsgewinnung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund" vor. Unterstützt wurde er von der Projektleiterin und Hauptkommissarin Julia Grygas, die selbst einen Migrationshintergrund hat.

Außer einer Vielzahl von Informations-, Kultur- oder Sportveranstaltungen seien Schülerpraktika bzw. -schnuppertage bei der Bundespolizei am Flughafen angeboten worden, berichteten die Beamten. Dabei hätten junge Bundespolizisten mit Migrationshintergrund mitgearbeitet, was das Projekt besonders authentisch mache.

Frankfurts Integrationsdezernentin Dr. Nargess Eskandari-Grünberg wies als Projektpatin auf die innovativen Ansätze des Projekts und dessen gute Vernetzung mit anderen Institutionen der Integrationsarbeit hin. Die Bundespolizei habe sich "ihren Ruf als geschätzter Partner der Integrationsarbeit" redlich verdient.

Als Gäste waren Vertreter des Bundesinnenministeriums und solche aus dem Bereich Integration der Städte Offenbach und Wiesbaden anwesend. Außer Verantwortlichen von Mixopolis und Jumina, zweier Projekte, in denen an medialen Netzen gearbeitet wurde, nahmen auch Julia Bilozercuk und Schekeb Shafa-Sarjan, zwei Bundespolizisten mit Migrationshintergrund, teil.

Bundespolizisten wie Bilozercuk – das Gesicht der aktuellen Bundesregierungskampagne "Meine Stadt, mein Land, meine Aufgabe" – und Shafa-Sarjan gehen sehr offen mit ihrem Migrationshintergrund um. So können sie andere Jugendliche während Schulbesuchen und in ihrer täglichen Arbeit dazu motivieren, sich für den Beruf des Bundespolizisten zu bewerben.red

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