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Engagierte Tennisstars
Andrea Petkovic spielte beim TC Palmengarten für einen guten Zweck
Andrea Petkovic hier, Andrea Petkovic da: Der Shooting-Star des deutschen Tennis-Fräuleinwunders stand gestern voll im Fokus der Kameras. Unzählige Fernsehteams, Fotografen und schreibende Journalisten verwandelten die Club-Lounge des TC Palmengarten in ein Tollhaus.
Frankfurt. ![]()
Andrea Petkovic und Schauspieler Mark Keller standen zusammen auf dem Platz. Fotos: Bernd KammererDie Weltranglisten-Neunte musste immer wieder Interviews geben und sich den Fotografen stellen. "Ich wollte unter die Top-10, jetzt feile ich an meinem Spiel. Wenn ich mich weiter steigere, kommen auch die Resultate", sagte die Darmstädterin, der dieser ganze Rummel um ihre Person unangenehm war. "Es ist ein notwendiges Übel, das zu meinem Job gehört", sagte die 24-Jährige.
Etlichen Journalisten entging im Rummel völlig der Grund für "Petkos" Anwesenheit in Frankfurt: Das beim TC Palmengarten zum dritten Mal ausgerichtete Tennisturnier zugunsten des Frankfurter Fördervereins zur Bekämpfung von Tumorerkrankungen. Petkovic brachte das Gespräch schnell in richtige Bahnen: "Durch gesteigerte Medienpräsenz kommt auch mehr Geld zusammen. Und das ist die Hauptsache."
Die Tennisspielerin wollte schon seit langem selbst eine eigene Wohltätigkeitsveranstaltung aufziehen. Dann fragte sie Ingo Söhngen, Vorstandsmitglied des Fördervereins, der mit dem Frankfurter Daviscup-Spieler Alex Waske Initiator dieser Veranstaltung ist, ob sie das Sharety-Turnier nicht mit organisieren dürfe. "Wir sind über alles froh, was das Interesse steigert. Schließlich kommt das Geld einem guten Zweck zugute", nahm Söhngen gern an.
Mit Hilfe des Erlöses aus diesem Turnier wird die Pflege von Krebspatienten erleichtert, die ambulant behandelt werden, aber nach der Chemotherapie oft sich selbst und ihrer Qual überlassen werden. "2010 konnten wir ein Ultraschallgerät kaufen, die Psychoonkologie fördern, die den Patienten hilft, mit ihrem Problem seelisch fertig zu werden. Und einen zusätzlichen Palliativ-Pfleger einstellen, der krebskranke ältere Menschen daheim betreut. So müssen sie diese schwere Krankheitsphase vor dem Tod nicht im Krankenhaus verbringen", erklärte Prof. Kai Uwe Chow vom Ambulanten Krebszentrum.
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Barbara Rittner, Alex Waske, Kai-Uwe Chow, Ingo Söhngen und Andrea Petkovic (v.l.)Der Erfolg des Sharety-Turniers war überwältigend. Oberbürgermeisterin Peter Roth, Schirmherrin der Veranstaltung, übergab Ingo Söhngen einen Scheck über 150 000 Euro, 25 000 mehr als in den Jahren zuvor. "Dass sich immer mehr Menschen förmlich aufdrängen, um Geld für einen guten Zweck zu spenden, ist toll", freute sich Alex Waske.
Das Geld kam aus Spenden und Meldegeldern zusammen. Rund 50 Banken und Unternehmen bezahlten zwischen 5000 und 40 000 Euro, um ihre Leute an der Seite von Stars aus Sport, Wirtschaft und Kultur ins Doppelturnier zu schicken. Die Promis ließen sich nicht zweimal bitten: Nun können viele Hobby-Tennisspieler erfreut daheim erzählen, dass sie mit Waske, Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner, die mit Petkovic, Angelique Kerber und Anna-Lena Grönefeld ihr Team mitbrachte, den früheren Stars Karsten Braasch, Marc-Kevin Goellner, Bernd Karbacher, Patrik Kühnen oder Eva Pfaff, Ex-Fußball-Nationalspieler Ralf Weber, Schauspieler Mark Keller oder dem DTB-Präsidenten Karl Georg Altenburg gemeinsam Doppel gespielt haben. löf



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