Frankfurts junge Autobauer gewinnen mit Solar

Beim Bundeswettbewerb um die schnellsten Sonnenautos holten Schüler vom Main etliche Preise

Die Stadt will zur Vorreiterregion für Elektromobilität werden. Frankfurter Schüler setzen erfolgreich auf Solarenergie.

Frankfurt. Fährt nicht nur, sondern bringt auch zum Denken: das Solarmobil zum Thema Atom- contra Ökostrom.Ihre Teststrecke war der Römerberg, den großen Auftritt hatten die Frankfurter Solarflitzer jetzt auf dem Flughafen Tempelhof in Berlin. Sieben Frankfurter Teams traten dort beim SolarMobil Wettrennen Deutschland an – und räumten kräftig ab.

So auch Miriam Zimmer und Gilda Salini, die schon im Vorjahr mitgemacht und damals auch gewonnen hatten. Diesmal holten die beiden Schülerinnen von der Schule am Ried den zweiten Platz in der sogenannten Kreativklasse. In dieser Kategorie zählte vor allem das Aussehen und die Bauweise des kleinen Mobils, das von einer Solarzelle angetrieben wird. Miriam und Gilda hatten einen "Denkapparat" gebaut, einen zweiteiligen Kopf, der sich nur langsam vorwärts bewegt. Ein Werk mit Symbolik: Es geht den beiden Mädchen um den Widerstreit von Atomkraft und erneuerbaren Energien. Die Jury überzeugte der konzeptionelle Ansatz des ungewöhnlichen Fahrzeugs.

Die beiden Achtklässler Oliver Georg und Shawn Belzer von der IGS West holten für Frankfurt den vierten Platz in der Ultraleicht-Klasse. Für diese werden auf einer zehn Meter langen Strecke Rennen ausgetragen, Schnelligkeit zählt.

Dramatik auf der Strecke

Tragisch war das Ausscheiden des Fahrzeugs von Jonas Hempe und Louis Ryll aus der Schule am Ried in der Vorrunde. Ihr federleichtes Fahrzeug war zu schnell für die Rennstrecke, sprang aus der Führungsschiene und erlitt dabei Schaden. Die beiden Jungs erhielten trotzdem den Sonderpreis für die beste Fahrzeugpräsentation.

Ebenfalls in der Ultraleicht-Klasse belegte Christian Oestereich vom Heinrich-von-Gagern-Gymnasium einen dritten Platz. Beinahe wäre es der erste gewesen, doch dann entschied der Linienrichter, den Endlauf zu wiederholen. Doch Christians pfeilschnelles, aber empfindliche Fahrzeug war beim Lauf zuvor leicht beschädigt worden, schaffte es aber doch noch auf den dritten Platz. Als schnellste ging ein Solar-Bolide aus Kassel ins Ziel.

Erfahrene Bastler

In Frankfurts Schulen hat man Erfahrung mit der Solartechnik. Seit einigen Jahren schon beteiligen sich interessierte Jugendliche oder ganze Klassen am Solarmobil-Wettbewerb, der in Zusammenarbeit mit Mainova und dem Verein Umweltlernen in Frankfurt organisiert wird. Sein Höhepunkt ist das alljährliche Rennen auf dem Römerberg. Die Mobile, die dort als schönste und schnellste ins Ziel gehen, dürfen zum Bundesrennen nach Berlin, zu dem Bundesbildungsministerin Annette Schavan einlud.red

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