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Hingucker am Merianplatz: Fassade mit Reißverschluss
Nach der Renovierung eines Eckhauses in der Hegelstraße ziert ein 14 Meter hohes Graffiti der Brüder Andy und Chris Kaminsky die westliche Gebäudefassade zum Merianplatz. Das Motiv besteht aus einem halb geöffneten Reißverschluss und einem offenen Fenster, in dem eine Oma mit einem Bembel und einem Glas Ebbelwei zu sehen ist.
Nordend. ![]()
Ein Reißverschluss – warum nicht? Foto: KammererDie Bilder geben dem Haus einen individuellen Anstrich und stellen gleichzeitig typische Frankfurter Elemente dar.
Zuerst hatten die Kaminsky-Brüder, die mit der Firma ACK2 in Unterliederbach ihre Werkstatt haben, die Idee, mehrere Fenster an das Haus zu malen, über die sich Figuren einander verschiedene Sachen reichen. Doch dieser erste Entwurf war dem Besitzer etwas zu bunt. Er wollte lieber den Reißverschluss. Drei Tage haben Andy und Chris Kaminsky daran gearbeitet und dafür ein Honorar von 3000 Euro erhalten.
Auch den Bewohnern des Hauses gefällt die Idee. Ein Mieter sagt, dass man in Bayern ja viele Häuser mit traditionellen Lüftlmalereien finde, und solange keine nackten Menschen auf der Fassade zu sehen seien, begrüße er die Dekoration.
Vielleicht ergibt sich dadurch ein neuer Trend, und es werden bald mehr Hausbesitzer die Kaminsky-Brüder beauftragen, ein bisschen Farbe und Phantasie ins Stadtbild zu bringen. med



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