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Leben kehrt in den Teplitz-Pavillon zurück
Zwei Jahre stand das Gebäude leer, jetzt nutzt es die Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie als Begegnungsstätte
Das Teplitz-Pavillon ist seit 30 Jahren Mittelpunkt der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie Frankfurt. Nach zwei Jahren Leerstand hat gestern darin die neue Begegnungsstätte Süd eröffnet.
Sachsenhausen. ![]()
Matthias Graf arbeitet im Pavillon der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie in der Teplitz-Schönauer-Straße 1a. Der Teplitz-Pavillon der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie Frankfurt erstrahlt in neuem Glanz. Durch die große Glasfront auf der Eingangsseite wirkt er hell und freundlich. Und ist so das ideale Zuhause für die Begegnungsstätte Treff Süd der Bürgerhilfe Sozialpsychiatrie Frankfurt. Diese hatte ihren Sitz zuvor in der Mörfelder Landstraße. Die Begegnungsstätte bietet vor allem kostenlose Beratungsgespräche zu beruflichen, gesundheitlichen, finanziellen oder privaten Problemen an. Auch Freizeitgestaltung ist ein Thema. Nach dem dreimonatigen Umbau des Pavillons, der 20 000 Euro gekostet hat, soll jedoch so viel wie möglich beim Alten bleiben.
"Wir haben wie in der alten Einrichtung das Café wieder im Erdgeschoss. Die Büroräume für Einzelberatungsgespräche, unsere Kleiderkammer und unsere Bibliothek mit Internetzugang sind jetzt lediglich im Keller statt wie früher im ersten Obergeschoß", erklärt Diplomsozialarbeiter Matthias Graf, der seit acht Jahren in der Begegnungsstätte arbeitet. " Gewohnheiten sind wichtig für die Menschen. Im Café haben wir genau die Theke der alten Begegnungsstätte wieder eingebaut, und auch darauf, dass der Flügel, der hier zuvor stand, dem Billardtisch aus der alten Einrichtung weicht, haben die Menschen hier bestanden", fügt Graf hinzu.
Für Konzerte genutzt
Bei der ersten Eröffnung des Teplitz-Pavillons 1981 beherbergte das runde Gebäude alle Büros der Bürgerhilfe, die im Dezember 1970 gegründet wurde. Schon von Beginn an ist er Mittelpunkt des Vereins. Ende der achtziger Jahre gab es einen offenen Treff für Psychiatrie-Erfahrene, Patienten und Angehörige. Später war für fast zwanzig Jahre die Tagesstätte Süd, eine teilstationäre Einrichtung für psychisch kranke Menschen, die Hilfe bei der Alltagsbewältigung brauchen, dort einquartiert. Nachdem der Pavillon seit knapp drei Jahren halbleer stand und immer nur sporadisch für Einzelveranstaltungen wie Konzerte sowie als Übungsplatz für Bands oder von einer Yogagruppe genutzt wurde, zieht jetzt die Bürgerhilfe wieder fest in das Gebäude ein. Man war sich einig, dass diese Perle nicht aufgegeben werden sollte. "Nachdem wir die alte Liegenschaft aufgegeben haben, ist hier die Miete wesentlich günstiger und wir können langfristig sogar Kosten einsparen", sagt Geschäftsführer Gerhard Seitz-CyChy.
Einweihung feiern
Da der Umbau und Umzug recht kurzfristig abgeschlossen wurde, wird es die offizielle Einweihungsfeier jedoch erst im Herbst dieses Jahres geben. "Wir möchten im September im Rahmen der Psychiatrie-Woche unsere Einweihung feiern. Jetzt steigen wir erst mal sofort in den gewohnten Alltag ein", erklärt Graf.
Die Begegnungsstätte Süd in der Teplitz-Schönauer-Straße 1a hat sonntags, montags, mittwochs sowie am Freitag jeweils von 15 bis 19 Uhr geöffnet. erg



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