Klicken Sie aufs Bild, um über eine Karte zu Meldungen Ihrer Region zu gelangen.
Lehrer verabschiedet sich mit Rock
Nach 30 Jahren am Wöhler-Gymnasium ist Walter Emmerich in die Altersteilzeit gegangen
Mehr als 30 Jahre unterrichtete Walter Emmerich an der Wöhlerschule Biologie und Physik. Nun verabschiedete sich der Lehrer in die Altersteilzeit: mit einem Rockkonzert.
Dornbusch. ![]()
Mit einem großen Rockkonzert verabschiedete sich Walter Emmerich in den Ruhestand. Foto: Hubert GlossSo laut und rockig wurde selten ein Lehrer in der Ruhestand verabschiedet, und noch seltener rockte die Hauptperson selbst die Bühne. Physiklehrer Walter Emmerich, der "Daniel Düsentrieb" der Wöhlerschule, verabschiedete sich mit einem großen Rockkonzert in der Aula des Gymnasiums. Da spielte er auf der Bühne nicht nur die Bassgitarre, sondern er rockte auch als Sänger der Gruppe "Steinbruch" die Bühne und verwandelte die Aula in einen fröhlichen Rocktempel.
Ökohaus mitgeplant
Seit 1981 unterrichtete Walter Emmerich Biologie und Physik an der Wöhlerschule. Nun ist er in Altersteilzeit gegangen. Als Referendar startete er in München. Nach einem Lehramts-Studium in Würzburg kam er zunächst an ein Aschaffenburger Gymnasium. In Frankfurt war er intensiv an der Planung des Ökohauses beteiligt und er kümmerte sich hier um die diffizile Gebäudemesstechnik. Die ergriffene Möglichkeit "Altersteilzeit" sei für ihn der richtige Schritt gewesen, "um die Zähne zusammenzubeißen und die letzten Jahre durchzuhalten." Langweilig wird es ihm gewiss nicht. "Ich habe nebenbei eine kleine Firma, in der ich Gerätschaften für den Biologie- und Physikunterricht und neuerdings für Gitarristen entwickle und auch selbst baue.""Die Musik habe ihm auch seit fünf Jahren einen wichtigen Ausgleich zum Beruf, der zwar viel Arbeit, aber kaum Anerkennung mit sich brachte, gegeben. Seine Leidenschaft brachte Walter Emmerich auch in den Unterricht ein.
So lud er zu einem Technikkurs der besonderen Art ein: Die Wöhlerschüler durften ihre eigenen Gitarrenverstärker bauen (wir berichteten). "Da war auch wichtig, für mich, um sich die Motivation für meinen eigentlichen Beruf nach den vielen Jahren zu erhalten" sagt der Tüftler.
Unsinn geredet
Doch ganz so schlimm, wie’s gerade klingt, war der Lehrberuf dann doch nicht: Im Unterricht gab es durchaus Raum für Selbstkritik und Humor: "Eine falsche Erklärung rutschte mir auf die Frage eines Schülers heraus und ich korrigierte mich gleich, in dem ich sagte "Ich habe Unsinn erzählt." Darauf ein Schüler schlagfertig: Seit wann? "Wir haben alle Tränen gelacht!", erinnert sich der scheidende Pädagoge.
Jetzt hat der als ruhig und zuverlässige Lehrer a.D. noch mehr Zeit für seine Musik, auch für Studioarbeit. Außerdem warten "Haus und Garten mit unzähligen unerledigten Arbeiten auf mich". glo



Umfassend über den Lieblingsverein informieren lassen. Gratis. Und bequem per Mail.
Folge uns unter