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Malen gegen den Fluglärm
Zwei Oberräder Eltern haben sich eine kindgerechte Protestform ausgedacht
Kinder greifen gern zu Stift und Papier, um festzuhalten, was sie im Alltag beschäftigt. Das zeigt auch die Aktion "Ein Bilderteppich gegen den Lärmteppich".
Oberrad. ![]()
Beim Winterfest der Gruneliusschule entstanden die ersten Stücke des Bilderteppichs. Auf einem Bild sieht man einen kleinen Jungen, dem die Ohren klingeln vom Heulen der Turbinen. Auf der nächsten Zeichnung steht "stop Fluglärm". Dicht darunter setzt ein grimmig aussehender Passagierjet zur Landung an. Kinder reagieren mit eigenen und oft phantasievollen Mitteln auf Veränderungen ihrer Umwelt.
Das wissen die beiden, Susanne (42) und Simon (39) Fuchs, aus eigener Erfahrung. Denn ihre drei Kinder Charlotte (6) Sebastian (9) und Johannes (10) begleiten ihre Eltern regelmäßig zu den Montagsdemos am Frankfurter Flughafen. "Da merkten wir, dass auch sie versuchten, sich auf ihre Weise auszudrücken", erklärt Mutter Susanne, wie die Aktion "Ein Bilderteppich gegen den Lärmteppich" entstand.
Politisch unabhängig
Die erste große Malaktion starteten die Kinder während des Winterfestes der Oberräder Gruneliusschule. Vier Dutzend Grundschüler machten auf Anhieb mit. Inzwischen hat die Familie die ersten Bilder ins Internet gestellt. Wenn es nach Susanne und Simon Fuchs geht, sollen noch viele weitere Bilder hinzukommen. "Wir wollen die bisherigen Proteste ergänzen", sagt Simon Fuchs, der eine Internetseite als eine Art Protestplattform für Kinder geplant hat. Warum Bilder gegen Fluglärm? "Eine Möglichkeit, gegen Fluglärm zu protestieren, besteht darin, selber laut zu werden und den Lärm dahin zu tragen, wo er von den Verantwortlichen auch gehört wird. Das finden wir gut und wir ermuntern alle Betroffenen, sich an den laufenden Demonstrationen zu beteiligen. Wir sind allerdings der Meinung, dass damit die Möglichkeiten bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sind. Aus diesem Grund rufen wir alle vom Lärm Betroffenen dazu auf, uns ihre Bilder, Fotos und sonstigen Kunstwerke zukommen zu lassen, damit wir diese zum größten Bilderteppich gegen Fluglärm zusammenfügen können."
Für alle Kinder offen
Bestätigt durch die positive Resonanz der ersten Tage will die Familie ihr Angebot nun für alle Fluglärmgegner aus der Region öffnen: "Wir wollen uns mit den betroffenen Bürgerinitiativen, Vereinen und Schulen vernetzen, um die auch zum Mitmachen zu motivieren", sagt Susanne Fuchs, die gleichwohl betont, dass ihre Protestplattform überparteilich bleiben soll und in erster Line dazu gedacht sei, Kindern zu zeigen, dass ihr Unmut über den Krach am Himmel nicht unbemerkt verpuffe. mov
Der Bilderteppich ist unter http://www.bildergegenfluglaerm.de im Internet zu sehen. Weitere Beiträge können per E-Mail an kontakt@bildergegenfluglaerm.de eingereicht werden.



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