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Minztee und Königsdatteln
Höchst kulinarisch: Marokkanische Patisserie samt Teesalon eröffnet
Osmanische Spezialitäten und nun eine marokkanische Patisserie mit angeschlossenem Teesalon. Wird Höchst zum kulinarischen Geheimtipp für den gehobenen Anspruch?
Höchst. ![]()
Mohamed und Dina Bounour in ihrer Patisserie. Stolz zeigen sie die selbst gemachten Leckereien. Fotos: Maik ReußKönigsdatteln in allen Variationen: mit Orange, Macadamia, Marzipan oder auch Cashewnuss. Ordentlich aufgestapelt, nach ihren Zutaten sortiert, hat Dina Bounour die kleinen runden Süßigkeiten in der Auslage ausgebreitet. Daneben kleine Kokosbällchen, orientalische Pralinen mit Walnuss, Pistazie, Mandel und mit Rosenwasser verfeinert. "Natürlich alles selbst gefertigt.", sagt die Chefin. Seit Anfang Dezember hat sich Bounour den Traum vom eigenen Laden erfüllt und eine besondere Kombination von Salon de Thè mit angeschlossener Patisserie eröffnet. Orientalisches Köstlichkeiten, abgestimmt auf den europäischen Gaumen. Heißt: angelehnt an traditionelle Rezepte, aber nie zu süß.
Gehobener Geschmack
Ein Ort für das kulinarische Erlebnis für den "gehobenen Geschmack", soll der neu eröffnete Teesalon mit angeschlossener Patisserie in der Dalbergstraße sein, so das Konzept der Betreiberin. Gibt es dafür im Stadtteil die nötige Kundschaft? Mohamed Bounour, Ehemann der Inhaberin, lächelt und verrät: Eigentlich hatte das Ehepaar mit einem Laden in der Frankfurter Innenstadt geliebäugelt. Aber: "Wer kann sich das schon leisten?" "Sicher,", räumt er ein, "Höchst ist vielleicht etwas schwierig.". Dennoch hat sich das Paar aus Bad Soden für den westlichen Stadtteil entschieden.
Auch wenn das Geschäft erst vor wenigen Wochen eröffnet wurde, bringen die Bounours ihre Köstlichkeiten schon seit Jahren an die Kunden. Mohamed Bounour ist im Veranstaltungsgewerbe tätig und offeriert die süßen Speisen bei zahlreichen Veranstaltungen. "Unsere Kunden haben uns ermuntert, diesen Laden zu eröffnen. Sie wollten unsere Spezialitäten nicht nur bei besonderen Festanlässen probieren können."
Gelandet in Höchst, sind die Bounours, die hier mit tatkräftiger Unterstützung der Familie arbeiten, nun doch zufrieden mit ihrer Entscheidung für den westlichen Stadtteil. Bezahlbar und mit guter Anbindung – genau richtig für die Stammkundschaft, die sie sich durch ihre Veranstaltungen bereits erarbeitet haben.
Ihre Kunden kommen aus Frankfurt, aus dem Taunus, aus Darmstadt, aus Mannheim. "80 bis 90 Prozent unserer Kunden sind Deutsche.", lassen sie wissen. Im Teesalon wird den Kunden nicht nur das süße Gebäck, sondern auch der typisch marokkanische Minztee geboten. "Jeder, der Marokko bereist, lernt den Minztee kennen. Ob er will oder nicht.", sagt Bounour lachend. Für den Teesalon ist dies ein wichtiger Teil ihres Geschäftskonzeptes geworden. Angesichts von duftender Minze, von landestypischem Teekannen, -gläsern und anderen orientalischen Accessoires, werden Urlaubserinnerungen an das nordafrikanische Land wach. Und so finden sich unter den Kunden zahlreiche Deutsche, die sich hier bei einer Tasse Tee über ihre Marokko-Erlebnisse austauschen und den orientalischen Flair ganz gepflegt genießen.
Traditionelle Rezepte
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Veysel Bulut in seinem Höchster Restaurant Kekik.Von der "gezielte Gepflegtheit" schwärmt auch Kunde Hubertus Fabry, während er in seinem Glas mit marokkanischem Minztee – der nach traditionellem Rezept mit grünem Tee und nicht mit heißem Wasser zubereitet wird – rührt. Fabry zeigt sich angetan von dem ansprechenden Interieur und von dem besonderen, dem weltoffenen Höchster Charme. "Den gibt es in der Innenstadt ja gar nicht mehr." Entsteht in Höchst gerade eine neue Sparte für den gehobenen lukullischen Anspruch? Statt die 24. Dönerbude zu etablieren, eröffnete vor wenigen Monaten das türkisch-osmanische Restaurant Kekik, dass zum besten türkischen Restaurant in Frankfurt gekürt wurde. Nun die orientalische Patisserie. Seit drei Jahren setzt auch das Restaurant Grossmann auf die anspruchsvolle internationale Küche und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.
Von einem Trend zu sprechen, hält der Höchster Verwaltungschef Henning Brandt für verfrüht. Er betont aber: "Höchst hat schon etwas zu bieten." So führt er Gäste gerne in die guten Küchen im Stadtteil. Nicht glücklich ist Brandt allerdings mit der Ortswahl des Kekiks. Zu unscheinbar, zu abgelegen empfindet er die Adresse an der Zuckschwerdtstraße. Erste Überlegungen hat Brandt bereits angestellt, ob nicht der künftig umgebaute Bolongaropalast ein geeigneter Ort für Frankfurts bestes türkisches Restaurant wäre.
Preise: Ein Glas frischen Minztee gibt es im Salon die Thè für 2,50 Euro, ein Mokka kostet zwei Euro. Das Gebäck geht für einen Stückpreis von einem Euro über die Ladentheke. Die Königsdatteln kosten 1,50 Euro. Auch warme Speisen werden angeboten: gefüllte Teigtaschen (2,90 Euro) oder traditionelle Pfannekuchen (zwei Euro), gefüllt mit Hackfleisch kosten die Spezialitäten 2,50 Euro. ehm



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