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Pro Gallus will Brücken bauen
Neuer Verein hat sich das Ziel gesetzt, Konkurrenz zwischen Gallus und Europaviertel zu beseitigen
"Pro Gallus" hat sich als Verein gegründet und will mit einer gemeinsamen Imagebroschüre dem Konkurrenzdenken von Gallus und Europaviertel entgegenwirken.
Gallus. ![]()
Vereinsmitglieder sind (v. l) Klaus-Jürgen Orth, Elias Jreisat, Dierk Hausmann, Gisela von Auer, Norbert Zeißler, Dietrich Karcher und Frank Junker.Die Botschaft der in Arbeit befindlichen Stadtteilbroschüre ist eindeutig: "Herzlich willkommen zu neuen Perspektiven im Gallus und Europaviertel". Wobei der Verein Pro Gallus, der gerade aus der gleichnamigen Initiative hervorgegangen ist, vor allem die Immobilienbranche als gemeinsamen Motor herausstellen will. "Da im Stadtbild die Grenzen der Bauprojekte immer mehr verschwimmen, können wir auch mit gemeinsamen Zielen für die Zukunft im Gallus werben", betont der Vorsitzende Klaus-Jürgen-Orth, gesellschaftsführender Vorsitzender der Ancotel GmbH.
15 Gründungsmitglieder
Mit im Boot sind deshalb führende Wohnungs-und Baugesellschaften wie die ABG-Holding, die Aurelis und Vivico Real Estate – gemeinsam mit dem Gewerbeverein Gallus, der Wirtschaftsförderung Frankfurt und der Projektentwicklung Europaviertel Frankfurt gehören sie zu den 15 Gründungsmitgliedern. Der neue Verein will das Zusammenwachsen fördern und Konkurrenzen beseitigen. Denn mit dem Bauboom westlich des Hauptbahnhofs verbinden viele Frankfurter vor allem die Neubauquartiere im Europaviertel.
Doch auch im "alten" Gallus ist Platz für Neubauten und neue Wohnviertel, die in der Broschüre des Vereins "Pro Gallus" groß herauskommen und vorgestellt werden sollen.
"Der Neubau des Ordnungsamts steht dafür ebenso wie das geplante Mehrgenerationenquartier in der Frankenallee", betont Orth und verweist auf das Mosaik-Logo auf der Titelseite mit der Galluswarte und dem Behördenzentrum. "Wir planen eine großzügige Broschüre im DIN-A 3-Format." Die Kosten zwischen 80 000 und 100 000 Euro sollen aus Mitgliedsbeiträgen, Sponsorengeldern und Anzeigen finanziert werden. "Anders als eine lose Initiative bietet ein Verein hierzu die nötige Rechtsgrundlage und dauerhafte Ansprechpartner, die eine Kontinuität gewährleisten", unterstreicht der zweite Stellvertreter Elias Jreisat. Wozu auch der erste Stellvertreter und Geschäftsführer der ABG Holding Frank Junker, der Finanzvorstand Norbert Geißler und der ehemalige stellvertretende Leiter des Stadtplanungsamts Dierk Hausmann als Schriftführer gehören.
Die Wirtschaftsinitiative Pro Gallus wurde bereits vor drei Jahren gegründet und brachte 2009 eine erste kleinformatige Broschüre "Pro Gallus. Vielfalt und Wandel. Neue Perspektiven im Frankfurter Westen" heraus. Inhaltlich soll auch die Arbeit des Vereins eng am ursprünglichen Konzept dieser Initiative ausgerichtet sein. So soll das Gallus, zu dem das Europaviertel auch politisch und planungsrechtlich gehört, als Wirtschaftsstandort und attraktive Wohngegend gestärkt und gefestigt werden. Damit das gelingt, will der Verein auch die soziale und kulturelle Arbeit im Stadtteil fördern, wozu auch der aktuelle Ausbau der Hellerhofschule in eine fünfzügige Grundschule im Ganztagsbetrieb gehört.
Unternehmer in der Pflicht
"Uns ist es wichtig, dass die im Gallus ansässigen Unternehmen auch etwas für die junge Generation und für junge Familien tun", betont Jreisat. Mit der Bereitstellung geeigneter Ausbildungsplätze könne man nicht nur dem drohenden Fachkräftemangel entgegentreten, sondern das ganze Quartier positiv beleben. "Zur Orientierung dient uns das Ostend, das sich mit seinen Quartieren entlang der Hanauer Landstraße und der Weseler Werft als lebendiger Stadtteil zum Wohnen und Arbeiten entwickelt hat", sagt Orth. Dagegen komme es immer noch vor, dass sich Hausbesitzer in der Frankenallee dem "Europaviertel" zugehörig fühlen, um sich damit vom Gallus abzugrenzen. "Um dieses Schmuddel-Image abzulegen, müssen wir als in Frankfurt als Einheit mit Wachstumschancen für die Zukunft wahrgenommen werden", erklärt Orth.got
Weitere Informationen erteilt Klaus-Jürgen Orth unter Telefon 750013155.



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