Schweizer Straße soll so bleiben, wie sie ist

Ursula auf der Heide hält die Diskussionen um eine Umgestaltung der Einkaufsmeile für überflüssig und schädlich für den Stadtteil

"Sommerloch auch ohne Sommer" – der Schweizer Platz braucht keine überflüssigen Debatten, meinen die Grünen im Römer. Sie halten die anhaltenden Diskussionen gar für schädlich und mahnen die SPD die Diskussionen nicht weiter anzuheizen.

Sachsenhausen. Ursula auf der Heide "Die Debatte um die vermeintliche Planung für eine Neugestaltung des Schweizer Platzes ist nicht nur überflüssig, sondern auch schädlich", sagt die Sachsenhäuser Stadtverordnete und Ortsbeirätin Ursula auf der Heide.

Die Grünen im Frankfurter Süden hätten sich zu diesem "Sommerloch-Thema" im Grunde gar nicht äußern wollen. Das ständige Nachlegen von SPD und die Berichterstattung in der Presse würden jedoch bei immer mehr Sachsenhäusern für Verunsicherung sorgen und den völlig unzutreffenden Eindruck erwecken, "die Politik" würde Pläne zur Umgestaltung erörtern. "Das ist eine Phantomdebatte", kommentiert auf der Heide scharf.

Die Umgestaltung sei durch lediglich einen Architektenentwurf im Rahmen des Architektursommers und dessen Präsentation durch den Vorsitzenden der CDU Sachsenhausen, Jochem Heumann, zum Thema geworden. Weder die Grünen im Ortsbeirat 5 (Niederrad, Oberrad, Sachsenhausen) noch die Grünen im Römer sähen eine Veranlassung, über eine Neugestaltung nachzudenken oder gar Anträge einzubringen.

Absurde Forderungen

Völlig absurd sei die Forderung, Verkehrsdezernent Stefan Majer solle Planungen vorstellen. "Es gibt keinerlei beschlossene Planungsaufträge für den Schweizer Platz und das Einzige, woran das Verkehrsdezernat arbeitet, ist die von vielen gewünschte Aufzugsnachrüstung" erklärt die Stadtverordnete.

Die Schweizer Straße und der Schweizer Platz bildeten ein gewachsenes, attraktives Stadtteilzentrum, und sowohl Anwohner als auch Geschäftsleute mögen die Schweizer so wie sie ist. Natürlich gebe es immer noch ein paar kleine Verbesserungsmöglichkeiten und Wünsche. Dies zeige immerhin auch die jüngste Studie, die von Wirtschafts- und Planungsdezernat vorgestellt wurde. " Aber das Letzte, was der Platz braucht, ist eine künstliche Neugestaltung" so die Grüne.

Die Menschen fühlten sich in einem gewachsenen, vielleicht unperfekten, aber dennoch gepflegten Umfeld wohl. Sie wünschten sich Grünflächen und Sitzplätze, Gastronomie und Verkaufsstände, ist auf der Heide überzeugt. Dies zeigten alleine schon die Rückmeldungen zu anderen Frankfurter Plätzen. "Und genau diese Mischung bieten Schweizer Straße und Schweizer Platz."

Für mindestens ebenso absurd, wie die Forderung Herrn Majer zu involvieren, hält sie Überlegungen die Anzahl der U-Bahnabgänge aus gestalterischen Gründen zu reduzieren. Sicherheit und gute Erreichbarkeit müssten im ÖPNV immer Priorität genießen.

Das Verkehrsaufkommen von Straßenbahn, motorisiertem Individualverkehr, Fahrradfahrern und Fußgängern auf der Schweizer sei erheblich. Um die am ehesten verträgliche Verkehrsregelung wurde über viele Jahre gerungen und ein Konsens gefunden. Änderungen würden zu erheblichen Widerständen bei den Geschäftsleuten, aber auch den Bewohnern aller anderen Straßen führen.

Rücksicht nehmen

Dass bei der jetzigen Regelung die Schweizer Straße und der Schweizer Platz für Radfahrer leider neuralgische Stellen bleiben, bedauert die Grüne. Größere Rücksichtnahme und angepasstes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer könnten aber auch schon helfen, um die Situation zu entspannen.red

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