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Sukkulenten suchen ein Zuhause
Grünpflanzen wandern nicht länger auf den Kompost oder die Biotonne – sie werden an der „Klappe“ abgegeben
Das Projekt "Botanoadopt" eröffnet am kommenden Samstag, 6.August, an der Schirn Frankfurt ein Adoptionsbüro.
Frankfurt. ![]()
Auch Sternsukkulenten werden vermittelt Foto: dpaUnter dem Motto "Neue Heimat für alte Pflanzen gesucht" vermittelt das Adoptionsbüro an der Schirn nun Pflanzen direkt vor Ort an Adoptiveltern. Interessierte können sich von 13 bis 18 Uhr an den Schirn-Arkaden Pflanzen aussuchen – Pflanzen, die sonst keiner mehr will oder braucht.
Die ungeliebten Gewächse werden sonst hauptsächlich über das Internet (http://www.botanoadopt.org) vermittelt. Ein Vertrag regelt alle Modalitäten. So schicken Adoptiveltern zweimal pro Jahr ein Foto an Botanoadopt, das dann auf der Website veröffentlicht wird.
Lilien aus der Klappe
Zur Adoption stehen Pflanzen, die zuvor alle in der "Pflanzenklappe" – einer temporären Auffangstation für ungeliebte Pflanzen – anonym abgegeben wurden und nun ein neues Zuhause suchen. Die Pflanzenklappe stand 2010 nach der Station im Botanischen Garten Münster zuletzt im Frankfurter Mitscherlichhaus. Unter den abgegebenen Pflanzen befinden sich große Agaven, mehrere Sukkulentenarten, Troncos oder Pflanzen, die einfach aus der Mode gekommen sind. Aber auch Orchideen, Grünlilien oder Anturien.
"Botanoadopt macht die eigene Sicht und Definition von Natur befragbar und zeigt Handlungsmöglichkeiten im eigenen Lebensumfeld auf. Jede Adoption spart wertvolle Ressourcen, die zur Aufzucht und Vermarktung einer neuen Pflanze nötig wären." Darauf weisen Torsten Grosch und Haike Rausch von Botanoadopt hin.
Im Mai 2011 fand das Adoptionsbüro schon einmal an der Schirn statt. Grosch und Rausch vermittelten gut 40 Pflanzen. Für den kommenden Samstag freuen sie sich auf zahlreiche Besucher. Es ist dies der vorerst letzte Pflanzenmarkt in der Schirn. Neue Standorte werden demnächst auf der Website veröffentlicht.
Kostenloses Grünzeug
Eine Adoption ist grundsätzlich kostenfrei, Spenden sind jedoch willkommen. Es können jedoch keine Pflanzen abgegeben werden. Mitverantwortlich für die etwas abgedreht wirkende Idee, Pflanzen zu adoptieren, ist die Künstlergruppe 431art. Seit 2009 vermittelt Botanodopt Pflanzen, zuerst nur in Nordrhein-Westfalen, dann in immer mehr Regionen Deutschlands.red



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