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Tribünenbau kann starten
Firma hat Einspruch gegen die Auftragsvergabe zurückgezogen
Der Baubeginn für die Haupttribüne im FSV-Stadion ist gerettet. Mitte November geht es los. Die Firma, die im Wettbewerb nicht zum Zuge kam, hat ihren Einspruch gegen die Auftragsvergabe zurückgezogen.
Frankfurt. Bernd Reisig, Ex-Geschäftsführer des FSV, wird wohl demnächst das Auto von Helmut Heuser waschen müssen. Es sieht so aus, als würde er seine vor einiger Zeit abgeschlossene Wette gegen den Chef der CDU-Fraktion im Römer verlieren: Der Bau der neuen Tribüne im FSV-Stadion kann noch in diesem Jahr beginnen. Die Stadtverordneten haben dafür gestern grünes Licht gegeben und das Unternehmen, das das Vergabeverfahren angezweifelt hatte (wir berichteten), hat seinen Einspruch zurückgezogen.
"Mit Ihrer Zustimmung haben wir eine große Meile in dieser langen Geschichte zurückgelegt", lobte gestern Sportdezernent Markus Frank (CDU) im Haupt- und Finanzausschuss des Stadtparlaments.
Triumph für Frank
Für ihn war es ein allseits gelobter Triumph, als er verkünden konnte, dass er den Einspruch gegen die Beauftragung der Unternehmensgruppe Hellmich abwenden konnte. Das habe ein paar Telefonate gekostet. "Ich habe dem Drittplatzierten die Karten offengelegt, wie unsere Bewertung zustande kam. Das genügte, die Firma hat ihren Antrag auf Nachprüfung beim Regierungspräsidium zurückgezogen." Der Ausschlag für die Niederlage habe diesmal in den Details gegeben. Preislich hätten alle drei Bewerber, die in die Endrunde gekommen waren, unter zehn Millionen Euro gelegen. 9,9 Millionen Euro soll der Umbau der Tribüne nun kosten.
Der soll bereits Mitte November mit dem Abriss großer Teile der alten Tribüne beginnen. Ende Januar kann demnach das Fundament für den Neubau befestigt werden und im Februar der Hochbau losgehen.
Langfristig werden im Zuge des Tribünenbaus die Möglichkeit geschaffen, das Stadion auf bis zu 15000 Plätze aufzustocken. Kurzfristig sollen es laut Frank 12500 sein. Damit seien auch alle Vorgaben der Fußball- und Sportverbände erfüllt.
650 Ehrenplätze
Heute will Frank die Baupläne im Detail vorstellen. Gestern kündigte er bereits an, dass die neue Tribüne etwas höher als der bisherige Bau sein wird. Im Erdgeschoss bietet sie Platz für die Kabinen und Funktionsräume für die FSV-Elf und seine Gäste. Darüber soll der Businessclub für bis zu 650 Besucher, im obersten Stockwerk Logen sowie Räume für die Presse und Polizei eingerichtet werden.ing



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