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Ulrike Schöbel zur Stadtältesten ernannt
Bockenheim. ![]()
Ulrike Schöbel Beim gemeinsamen Neujahrsempfang von Vereinsring Bockenheim und Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) wurde mit Ulrike Schöbel (68) eine Persönlichkeit aus dem Ortsbezirk geehrt: Sie gehörte dem Ortsbeirat 22 Jahre an, dafür wurde ihr jetzt der Titel "Ortsälteste" verliehen. Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland (CDU) überreichte der als bescheiden bekannten ehemaligen Ortvorsteherin (von 1990 bis 1999) die Urkunde. Auch Landtagsabgeordneter Ulrich Caspar (CDU) würdigte in einer kurzen Rede die stille und bescheidene Sozialdemokratin.
Mehr als 200 Sitzungen absolvierte Ulrike Schöbel, die in Limburg an der Lahn geboren wurde, während ihrer Zeit als Angehörige des Ortsbeirates. "Mit großer Leidenschaft und ihrer ganzen Kraft" habe sie sich in Projekten für die Bürger eingesetzt. Dabei habe diese "besondere Frau" ein großes Interesse an den Entwicklungen im Quartier gezeigt.
Nach einem Staatsexamen an der Elisabethenschule wurde Ulrike Schöbel Sprachlehrerin für Aussiedler. An der Goethe-Universität arbeitete sie sechs Jahre als Sekretärin. 1988 wechselte sie zum Institut für Sozialforschung. An Bockenheim mag sie vor allem die Aufgeschlossenheit der Menschen, erzählt sie strahlend. Vor allem ein Herz für Kinder und Jugendliche hat Schöbel, 20 Jahre engagierte sie sich deshalb in der Jugend-Sozialarbeit. Die Sozialdemokratin begreift sich hier auch als Vorreiter des "Präventionsrates".
Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) äußerte sich in seiner Ansprache durchaus kritisch. Bockenheim und das Westend, deren Charakter dringend erhalten bleiben müsse, spürten im Moment die negativen Auswirkungen des wirtschaftlichen Erfolges Frankfurts: Steigende Mieten, Baulärm, Wohnraumverdichtung und die damit einhergehenden sozialen Probleme.
Die Entwicklung des geplanten Kulturcampus auf dem Campus Bockenheim sieht Kaufmann positiv. Vor allem freut ihn, dass sich direkte Anwohner wie viele andere Bockenheimer im Zuge des "Bürgerforums" rege beteiligen. Die "Plaungswerkstätten" zur Errichtung des Kulturcampus seien der beste Beweis, wie sehr sich Westendler und Bockenheimer gemeinsam für ein Zukunftsprojekt engagieren. So verwies er noch einmal ausdrücklich auf die kommende Planungswerkstatt am 17. und 18. Februar.
Projekte, die der Ortsbeirat voranbringen will, sind Kaufmann zufolge die Sanierung des Grüneburgparks und die Förderung des Einzelhandels in der Leipziger Straße. Der Hülya-Platz soll zudem im Rahmen des Programmes "Schöneres Frankfurt" ansprechend umgestaltet werden. Eine zeitnahe Veranstaltung mit dem "Türkischen Volkshaus" gebe den richtigen Rahmen zur Eröffnung. Einen besonderen Schwerpunkt will das Stadtteilparlament auf den Mangel an Kinderbetreuungsplätzen legen.
Den Vereinsringsaktivisten Thomas Giertz und Barbara Holliday dankte Kaufmann für deren unermüdliches Engagement im Stadtteil. Seit mittlerweile zehn Jahren gibt es den Dachverband der Bockenheimer Vereine. Mit einem Fest am 12. Mai soll das Jubiläum ordentlich gefeiert werden.glo



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