US-Philosoph Pettit spricht an der Goethe-Uni

Frankfurt. Philip Pettit Einen ausgesprochen prominenten Wissenschaftler hat die Goethe-Uni für ihre "Frankfurt Lectures" zu Gast. Der US-Philosoph Philip Pettit hält in Frankfurt zwei Vorträge zum Thema "Republican Justice and Democracy", also dem Verhältnis von Gerechtigkeit, Rechtssprechung und Demokratie aus republikanischer Sicht.

Das Weltbild dieser politischen Strömung in den USA, die zuletzt den Präsidenten George W. Bush stellte, hat Philip Pettit, der an der Princeton University Professor für Politik und menschliche Werte ist, in vielen Jahren erforscht. Der gebürtige Ire, der auch lange Zeit in Australien gelehrt hat, ist Ehrendoktor mehrerer Universitäten in Nordamerika, Europa und Australien sowie Fellow verschiedener wissenschaftlicher Institutionen, u. a. der American Academy of Arts and Science. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehört "Republicanism: A Theory of Freedom and Government". Sein Buch "On the People’s Terms" wird in diesem Jahr bei Cambridge University Press erscheinen.

In seinen Frankfurter Vorträgen, die das Exzellenzcluster "Die Herausbildung normativer Ordnungen" veranstaltet, wird es um das Spannungsverhältnis von Gerechtigkeit und Demokratie gehen. Denn nicht immer passt beides gut zusammen: Politische Institutionen mögen gerechter, aber nicht ganz so demokratisch, oder aber weniger gerecht und dafür demokratischer sein. Welcher Wert ist nun wichtiger? Was Pettit dazu (auf Englisch) zu sagen hat, erfahren Interessierte am 30. und 31. Januar, jeweils ab 19.15 Uhr auf dem Campus Westend der Goethe-Universität. Veranstaltungsraum ist ist das Casinogebäude/ Festsaal, Grüneburgplatz 1.

Im Rahmen der Frankfurt Lectures lädt der Exzellenzcluster herausragende Wissenschaftler ein, in jeweils zwei aufeinanderfolgenden Vorlesungen Aspekte der Herausbildung normativer Ordnungen auf eine theoretisch innovative und zeitdiagnostisch prägnante Weise zu bearbeiten. Pettits Auftritt gehört zum wissenschaftlichen Programm der Ausstellung "Demonstrationen. Vom Werden normativer Ordnungen", die im Frankfurter Kunstverein vom 20. Januar bis 25. März 2012 zu sehen sein wird.red

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