Werben für das Badeschiff

In Dribbdebach soll wieder im Main geschwommen werden

Für ein Badeschiff am Main macht sich die Sachsenhäuser SPD stark. Ein solches stünde einer europäischen Metropole gut zu Gesicht, meinen die Genossen.

Sachsenhausen. Geht es nach der Sachsenhäuser SPD, kommt ein Badeschiff ähnlich denen in Berlin, Wien und Kopenhagen auch nach Frankfurt. Foto: Martin Weis Noch stehen die Sozialdemokraten allein da mit ihrer Idee, ein Badeschiff am Main zu eröffnen. Noch! Mit einer Werbeaktion am heutigen Samstag, 3. September, wollen die Genossen allerdings neue Mitstreiter für den schwimmenden Pool am Sachsenhäuser Ufer gewinnen.

Berlin als Vorbild

Als Vorbild dient den Genossen das Berliner Äquivalent. Aber auch Kopenhagen und Wien haben sich das extravagante Schwimmvergnügen geleistet. "Die Oberbürgermeisterin nennt Frankfurt gerne in einem Atemzug mit solchen europäischen Metropolen", richtet Frank Brückner, der Vorsitzende der Sachsenhäuser SPD, das Wort an Petra Roth (CDU). Die Eröffnung einer ähnlichen Attraktion könnte diesem Vergleich nur zugute kommen.

Um ein gutes Argument für das schwimmende Bad zu finden, bedürfe es aber eigentlich gar keines Blickes in die Ferne. Schließlich sei es in Frankfurt bis zum Zweiten Weltkrieg gang und gäbe gewesen, dass die Kinder der Stadt im Main baden. "Die Stadtväter der Weimarer Republik wollten, dass alle Kinder schwimmen lernen. Von diesem Ziel sind wir heute, in einer Zeit, in der laut einer Umfrage der DLRG circa dreißig Prozent aller Fünftklässler nicht richtig schwimmen können, meilenweit entfernt", argumentiert Brückner mit Bezug auf die Stadt-Historie.

Auch finanziell ertragreich

Das neue Schwimmbad sei nicht nur extrem repräsentativ, sondern – wie sein Berliner Vorbild in der Hauptstadt zeigen würde – wohl auch finanziell ertragreich. "Weltläufigkeit und ökonomischer Sachverstand passen in diesem Fall also sehr wohl zusammen", sagt der SPD-Chef süffisant in Richtung CDU und die Grünen, die sich "stets gegen das Schiff gestellt" hätten.

Nach Ansicht der Genossen ist mit dem Schiff das Potenzial des Mains allerdings noch lange nicht erschöpft. Mittelfristig sollen der Fluss und das Mainufer "für alle mögliche Formen des Wassersports zurückgewonnen werden".

Die Idee des Badeschiffs geht auf die ehemalige Vorsitzende Petra Tursky-Hartmann zurück, die für die Verwirklichung ihres Traums seit 2006 hartnäckig kämpft. Zu diesem Zweck gründete sie den Verein Frankfurter Badeschiff. Auch Stadtrat Markus Frank (CDU) zeigte sich zuletzt der Idee der SPD-Frau nicht abgeneigt. Zur Umsetzung fehlt es jedoch schlicht und einfach an einem Investor, der sich der Sache annimmt.ges

Die Werbeaktion der SPD beginnt heute um 11 Uhr am Sachsenhäuser Mainufer zwischen Friedens- und Alter Brücke.

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