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Einfach die Musik genießen
Sommerfest mit Musical-, Pop- und Filmmelodien
Zum dritten und letzten Konzert des Sommerfestes trat die City of Lichfield Concert Band aus der Limburger Partnerstadt in der englischen Grafschaft Staffordshire auf. Unter der Leitung ihres Dirigenten Mark Vause unterhielten die Musiker das Publikum im Serenadenhof mit einer Mischung aus Musical-, Film- sowie Popmusik.
Limburg. ![]()
"Just enjoy the music." Mit dieser Aufforderung begrüßte Dirigent Mark Vause von der "City of Lichfield Concert Band" die Zuhörer. "Und wenn es kalt wird, kommt nach vorne und wärmt euch beim Tanzen auf." Dieser scherzhaften Aufforderung sollte zwar im Laufe des anderthalbstündigen Konzerts niemand nachkommen. Es dauerte dennoch nicht lange, bis die Concert Band ihr Publikum in ihren Bann gezogen hatte. Angesichts des grauen Himmels und der wenig sommerlichen Temperaturen waren leider viele Sitzplätze leer geblieben. Was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Denn mit so bekannten Melodien wie "Mamma Mia", "Dancing Queen" oder "Lucy in the Sky with Diamonds" machten die Musiker das schlechte Wetter schnell vergessen.
Die Atmosphäre sei "really amazing", stellte Dirigent Mark Vause nach dem Konzert dann auch zufrieden fest. Dies lag wohl auch an den zeitgleich stattfinden Rheingauer Weintagen. Für die Band war es der erste Besuch in der Region seit 1992. "Es kommen aber öfter Besucher aus Lichfield in die Domstadt", berichtete Margret Wolf von der Limburger Stadtverwaltung. Sie betreute die englischen Gäste während ihres Aufenthaltes in der Domstadt. "Letztes Jahr war eine Brass Band da, und die haben wohl kräftig die Werbetrommel für Limburg gerührt", vermutete die Organisatorin. Einige Mitglieder der Concert Band hatten zudem schon in früheren Jahren die Domstadt besucht. Bereits als Zwölfjährige war zum Beispiel Alto-Saxophonistin Kay Greenback 1978 mit einer Jugendgruppe in Limburg gewesen. "Ich habe noch ein Foto von der Pusteblume, das habe ich den Jüngeren gezeigt", erzählte die gelernte Bankkauffrau, die extra ihren Urlaub an der Mosel unterbrochen hatte, um hier zusammen mit ihren Kollegen auftreten zu können.
Die weiteren 22 Musiker waren am Donnerstagabend zusammen mit sieben Mitgliedern von Lichfield aufgebrochen, um frühzeitig mit der Fähre über den Ärmelkanal zu kommen. "Normalerweise sind wir doppelt so viele", erklärte Dirigent Mark Vause. Viele Mitglieder hätten jedoch nicht mit nach Deutschland kommen können, da sie hauptberuflich unter anderem als Lehrer, Krankenschwestern oder Buchhalter tätig seien. Das Musikerlebnis blieb davon aber unberührt. Denn den Musikern gelang es, trotz ihrer reduzierten Zahl, mit ihren Blasinstrumenten ein volles Klangvolumen zu erzeugen.
"Wir sind ein Amateurorchester mit einem hohem Niveau", betonte der Dirigent. Im Jahr bestreite man um die sechs Konzerte. Gegründet worden war die Band bereits vor über 100 Jahren. Im Gegensatz zu einer klassischen "Brass Band" verfüge sie daher neben den Blechbläsern zum Beispiel auch über Flöten, Klarinetten und ein Französisches Horn, was dem Ensemble einen leichtfüßigeren Klang verleiht.
Nach einer guten Stunde und zwei Zugaben verabschiedeten sich die Musiker in kurzen persönlichen Gesprächen von den Zuhörern. Denn im Hintergrund rollte schon der Bus an, der sie zurück in ihr Hotel brachte. Abgerundet wurde der Besuch in der Region dann am folgenden Tag noch durch die musikalische Mitgestaltung eines evangelischen Gottesdienstes in Runkel. koe



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