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Hier zieht Geschichte ein
Der Geschichts- und Kulturkreis Elbtal verwandelt eine alte Schulleiterwohnung in ein Gemeindearchiv
Es kehrt wieder Leben ein in die Schulleiterwohnung der alten Elbgrunder Schule. Derzeit ist der Elbtaler Geschichts- und Kulturkreis dabei, die Räumlichkeiten im ersten Stock zu renovieren.
Von Klaus-Dieter Häring
Elbtal-Elbgrund. ![]()
Die Treppengeländer bekommen einen frischen Anstrich. Ansonsten achtet man darauf, dass die Räumlichkeiten nach Möglichkeit optisch in ihren alten Zustand zurückversetzt werden. Wenn Wände reden könnten, dann hätten die Mauern der alten Schule in Elbgrund sicher viel zu erzählen. Sie würden sich erinnern an die Zeit, als hier noch Schulkinder ein und aus gingen. Sie könnten von einem Jugendraum berichten und einer Tischtennisplatte, die es hier gab und an der spannende Partien ausgetragen wurde. Sie könnten aber auch von vielen Veranstaltungen erzählen, die in dem ehemaligen großen Schulsaal und jetzigen kleinen Raum im heutigen Dorfgemeinschaftshaus stattfinden.
Neues Kapitel
Nun kommt noch ein weiteres Kapitel in der Geschichte des Gebäudes hinzu. Momentan führen Mitgliedern des Geschichts- und Kulturkreises in der ehemaligen Schulleiterwohnung Umbaumaßnahmen durch. Vier große Zimmer und ein Bad gibt es hier. Viele Jahre tat sich nicht viel im ersten Stock des alten Gebäudes, das bis ins Jahr 1964 als Grundschule den Elbgrunder Schulkindern zur Verfügung stand. Als dann 1964 die Elbtal-Schule in Dorchheim gebaut wurde, mussten die Schulkinder aus Elbgrund als Gastschüler nach Dorchheim gehen. Die damals noch eigenständige Gemeinde Elbgrund hatte sich zu dieser Zeit nicht dem Schulverband Elbtalschule angeschlossen, dem damals die Gemeinden Dorchheim, Hangenmeilingen und Heuchelheim angehörten. ![]()
Im Untergeschoss des alten Schulgebäudes befinden sich die Räumlichkeiten des ehemaligen Schulsaals und jetzigen kleinen Saals des Dorfgemeinschaftshauses. Fotos (3): Häring
Die Räumlichkeiten in der alten Grundschule, die um 1870 herum gebaut wurde, standen leer. Die mit der Schließung der Grundschule frei gewordene Schulleiterwohnung wurde zwar anschließend immer wieder an Familien vermietet, doch der bauliche Zustand der Räumlichkeiten lässt dies nicht mehr zu.
Der große Schulsaal hingegen wurde in das 1974 erbaute Dorfgemeinschaftshaus integriert und wird heute noch als ein kleiner Saal für Festlichkeiten und Veranstaltungen mit geringen Besucherzahlen genutzt. Im Erdgeschoss liegen neben dem Schulsaal auch die Küche, ein Abstellraum und der Kühlraum des Dorfgemeinschaftshauses.
Viele Gemeindepolitiker haben sich in der Vergangenheit immer wieder Gedanken um das denkmalgeschützte Haus gemacht. Die Renovierung der Wohnung im ersten Stock war so aufwendig, das davon Abstand genommen wurde.
Da bot sich der neu gegründete Geschichts- und Kulturkreis an, die Räumlichkeiten wieder herzurichten und hier ein Gemeindearchiv aufzubauen. "Die Archivunterlagen sind in vielen Räumlichkeiten von Gemeindehäusern untergebracht und gelagert", berichtet Bürgermeister Hubert Lenz, der gleichzeitig Vorsitzender des Geschichts- und Kulturkreises ist. Lesen Sie weiter: Viel passiert
Viel passiert
Schon jetzt ist einiges passiert. Die Wände wurden von alten und zum Teil zehnschichtigen Tapeten befreit. Der Boden wird abgeschliffen und die alten Türen wieder eingesetzt. Auch wird alter Teppich, der auf der Treppe zum ersten Stock liegt, entfernt. Türen, Böden und die Treppe werden abgeschliffen und geölt. ![]()
Die Türrahmen sind neu. Die alten Türen dagegen wurden auf dem Dachboden des alten Schulgebäudes gefunden und werden wieder eingebaut.Die Türen bekommen einen Anstrich in einer autentischen, damals zeitgemäßen Farbgebung. Auch wird im Moment eine Toilette neu eingebaut. Materialkosten werden übernimmt die Gemeinde, die Arbeiten wird komplett ehrenamtlich geleistet.



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