Lebenshilfe saniert Wohnhäuser

Stadt Weilburg überreichte 275 000 Euro Zuschuss

Die Stadt Weilburg bezuschusst die Sanierung der beiden Wohnhäuser der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg in der Wilhelmstraße mit insgesamt 275 000 Euro aus Mitteln des zweiten Abschnitts der Stadtsanierung "Weilburger Brückenköpfe".

Weilburg. Die Gesprächsteilnehmer vor dem Haus Wilhelmstraße Nr. 8, an dessen Außenansicht nur die notwendigen Reparaturen ausgeführt werden. Im Bild von links: Bewohner Karl-Heinz Herr, Hausleiter Werner Wenzel, Ruth Kugelstadt-Braun, Vorstandsmitglied Rainer Schäfer, Architekt Matthias Losacker, Geschäftsführer Ehling und Bürgermeister Schick. Foto: HorzBürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) und Ruth Kugelstadt-Braun als Sanierungstreuhänderin der Stadt überreichten die Bewilligungsbescheide im Haus Nr. 8 an Geschäftsführer Berthold Ehling und Vorstandsmitglied Rainer Schäfer. In beiden Häusern leben je zwölf Menschen mit Behinderungen. Die unter Denkmalschutz stehenden Gebäude aus der Gründerzeit bedürfen dringender Sanierung mit Modernisierung der Haustechnik.

Das Haus Nr. 10, ehemaliges Forsthaus aus dem Jahr 1910, ist bereits weitgehend saniert, das durch zwei markante Polygon-Ecktürme geprägte Haus Nr. 8, Baujahr 1903, folgt demnächst. Die Gesamtkosten sind mit rund 1,1 Millionen Euro kalkuliert, wozu die Stadt Weilburg einen Zuschuss von 24,5 Prozent, gleich 275 000 Euro, zahlt.

Der Magistrat habe sich einmütig auf eine hohe Förderung geeinigt, so Schick. Schließlich sei die Arbeit der Lebenshilfe höchst wertvoll für die Stadt. In gewisser Hinsicht sei der Zuschuss eine doppelte Investition. Der kleinere Aspekt seien die Häuser, der größere die Menschen, die in ihnen betreut werden. Das Projekt "Brückenköpfe" stelle den Denkmalschutz, aber auch die Nutzung in den Vordergrund. Schick vergaß nicht zu erwähnen, dass die Stadt Weilburg und auch er selbst langjährige Mitglieder der Lebenshilfe sind.

Die Erneuerungen kommen den Bewohnern entgegen, die laut Hausleiter Werner Wenzel jetzt etwa durchschnittlich 52 Jahre alt sind. Da die Wohnhäuser keine Übergangsstationen, sondern Heimstatt bis zu ihrem Lebensende sind, werden sie dem Alter der Bewohner entsprechend soweit wie möglich barrierearm umgestaltet.

Laut Architekt Matthias Losacker werden die teils maroden Außen- und Innentreppen, Türen und Holzfußböden, die noch einfach verglasten Fenster, die Heizung und sanitären Anlagen, die Elektroinstallation und die Haustechnik modernisiert. Die Arbeiten sollen im Frühsommer beginnen und ein Jahr dauern. Die Bewohner bleiben für die Bauzeit im Haus. Auch das traditionelle Sommerfest kann veranstaltet werden.

Für Jahrzehnte

Die Lebenshilfe wolle die Häuser so sanieren, dass sie über weitere Jahrzehnte genutzt werden können, so Geschäftsführer Ehling. Obwohl die Gebäude unter Denkmalschutz stünden, sei die Sanierung bisher ohne große Schwierigkeiten gelaufen, da die historischen Fassaden erhalten bleiben.

Im Rahmen des Ortstermins nahm der Bürgermeister die Gelegenheit wahr, über den bisher erfolgreichen Verlauf des Sanierungsprogrammes "Weilburger Brückenköpfe zu berichten, in deren Rahmen mehrere ehemals öffentliche und inzwischen privatisierte Gebäude saniert wurden. Durch das "Haus für Kinder" und die Neugestaltung der Fahrbahn sei die Wilhelmstraße erheblich aufgewertet worden. mhz

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