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Magische Reise durch die Jahre
Kirberger Theaterspielschar feiert Premiere mit dem Stück „Die Zeitmaschine“
Nach den Erfolgen der letzten Jahre mit "Kirberger Katzen" oder "Schloss Gruselgrund" setzte die Theaterspielschar des TSV Kirberg mit der Premiere des Stückes "Die Zeitmaschine" den Startschuss für das alljährliche Theaterwochenende.
Von Leoni Dowidat
Hünfelden-Kirberg. ![]()
Iffi, Sarah und Tom erkunden die Zeitmaschine. Die erinnert an einen überdimensionalen Schlitten. Foto: Leoni Dowidat Das Licht geht aus in der Kirberger Turnhalle und helle Lichtkegel huschen durch den Zuschauerraum. Eine dröhnende Stimme durchschneidet das Dunkel: "Zeit – was für ein seltsames Ding. Die einen versuchen, sie zu vertreiben. Die anderen, sie aufzuhalten. Und doch läuft sie immer gleich, wie ein ruhiger, langer Fluss." Bei diesen Worten wird es mucksmäuschenstill im Publikum, das heute ausschließlich aus den 1., 3., 5. und 7. Klassen, der Vorklasse der Dauborner Freiherr-vom-Stein-Schule sowie den Bewohnern des Hauses Iris bestand. Gespannt und erwartungsvoll blickten alle zur Bühne, deren schwere Vorhänge sich langsam zur Seite schoben. Die Lichtkegel verloschen, und langsam füllte sich das Szenario mit Leben.
Eine magische Maschine
Zu Anfang unserer Zeitreise befinden wir uns im Jahre 1940: Die Kinder Sarah und Tom müssen ihre Ferien bei ihrem zerstreuten Onkel Roderich auf dem Land verbringen. Der hat den Nachlass des alten Professor Gümbel gekauft und zeigt den Kindern fasziniert eine große glitzernde Maschine, die sein Interesse geweckt hat. Und auch Sarah und Tom zieht sie magisch an: Zusammen mit den Sprösslingen des Haushälters, Iffi und Bastian, erkunden sie das seltsame Ding.
Als Iffi gegen einen Hebel stößt, fängt die Maschine an zu rattern und zu blinken. Von nun an beginnt eine atemberaubende Reise durch die verschiedenen Epochen der Zeit, bei denen die Vier skurrilen Gestalten wie der tyrannischen Glitzerkönigin aus der Zukunft oder der irren Zauberin Sharade im fernen Orient begegnen.
Im allgemeinen Chaos vermischen sich die Zeiten, sodass auf einmal die Großstadtzicke Jenny als Ersatz für die Kaiserin Elisabeth bei deren Hochzeit mit dem österreichischen Prinzen Ludwig einspringen will und die eigentliche zukünftige Braut im Wilden Westen ihre große Liebe in Cowboy Bill findet.
Als der Wächter von Zeit und Raum Meister Tempus noch seine schusseligen Zeitjäger hinter den Reisenden herschickt, wird es erst recht kompliziert.
Neben tragenden Balladen und fetzigem Elektropop wechselten sich spannende Kampfszenen mit witzigen Dialogen ab. Und auch die beeindruckenden Ton- und Lichteffekte schafften eine ganz besondere Atmosphäre in der eigens dafür geschmückten Turnhalle.
Publikum war begeistert
Das Publikum applaudierte, jubelte und staunte. "Das ist hier alles sehr professionell – vor allem diese tollen Kostüme!", schwärmte eine Lehrerin, nachdem der Vorhang gefallen und die Premiere vorbei war.
Doch schon vor der heutigen Aufführung schlug das Stück große Wellen in Kirberg und Umgebung: Während die Schulaufführung seit Anfang September schon ausverkauft ist, sind auch für Sonntag keine Karten mehr zu haben. Einzig die Darbietung am kommenden Samstag um 15 Uhr bietet noch einen Restbestand an 50 Karten.
Wer die Reise durch Raum und Zeit also selbst noch einmal in der Kirberger Turnhalle erleben möchte, sollte sich sputen. Karten gibt es entweder per E-Mail an theaterspielschar@yahoo.com oder direkt an der Tageskasse. Die Karten kosten jeweils 5 Euro für Kinder und 6 Euro für Erwachsene.



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