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Mannebach Helau!
Auch die Tollitäten der Region zieht es zum Kräppelkaffee in Niederhadamar
Beim Kräppelkaffee des Karnevalvereins Niederhadamar ging es rund auf der Bühne. Angefeuert von Tänzen, Büttenreden und mehreren Majestäten-Besuchen, brodelte die Stimmung im Saal.
Hadamar-Niederhadamar. ![]()
Der Kräppelkaffee der Mannebacher ist beliebt bei Jung und Alt. Zu Recht: Das Programm ist kunterbunt und kurzweilig und der Elferrat inklusive allen Akteuren bestens närrisch gelaunt. Dass sie in Topform sind, bewiesen am Freitagabend auch die Funkenminis, die zu fetziger Musik ihr Können zeigten. "Das habt ihr toll gemacht", lobte Karin Burggraf, die Ministerpräsidentin des Damen-Elferrates, und gab sofort die Bühne frei für die erste Zugabe des Abends, der noch viele folgen sollten. "Rot-weiße" Action und eine flotte Sohle zeigten auch die Funkenmariechen und die Funkengarde, die tatkräftig und mit ideenreicher Choreografie die Bühne in Beschlag nahmen. Gemeinsam überzeugten die Funkenmariechen und die Garde inklusive zweier männlicher Tänzer auch mit ihrem lateinamerikanischen Showtanz zu späterer Stunde.
Nicht nur die heiteren Programmpunkte, sondern auch die Hoheiten gaben sich die Klinke in die Hand: Zu Besuch waren Prinzessin Deborah I. vom Säckerbrunnen mit Gefolge und das Prinzenpaar Christoph II. mit Prinzessin Pamela I. aus Langendernbach samt Kinderprinzenpaar Luna und Felix. Sie alle fühlten sich pudelwohl im närrischen Mannebach und hatten jede Menge Lobesworte parat. "Wir geben gleich die Bühne frei, für ein Feuerwerk der Narretei", sagte Pamela I. zum Abschied.
Paartherapie mit Humor
Conny und Stefan Setzepfand zeigten sich als altes Ehepaar Heinrich und Erna, das auf ganz besondere Weise versucht, die Schmetterlinge im Bauch zu behalten und die Liebe nicht einschlafen zu lassen. Die beiden brauchten keine langen Dialoge um die Lacher auf ihrer Seite zu haben, sondern spielten geschickt mit Klischees und überraschender Pointe. Mathias und Sybille Mai thematisierten bei ihrem Sketch ebenfalls das Zwischenmenschliche und versuchten sich gemeinsam als Paar zu beschäftigen.
Ehrenmitglied Hans Hannappel berichtete als Afrikaner in Baströckchen von seinen Erfahrungen in Deutschland und allen möglichen Verwechslungen. Einen besonders deftigen Humor gaben Karin Burggraf, Barbara Grün und Sybille Mai als zickige Schwestern zum Besten: Ihre Streitereien bei der Testamentseröffnung brachten sogar die Notarin (Manuela Günzel) zum Staunen. Der verstorbene Bruder hatte zur Bedingung gesetzt, das sich die Drei untereinander wieder wie Schwestern benehmen sollen. Das allerdings gelang ihnen nicht so gut, was wiederum dem Publikum gefiel. Barbara Grün zeigte sich bei ihrer Büttenrede auch nicht zimperlich: Sie hackte auf den "Herren der Schöpfung" herum, die zu nichts zu gebrauchen seien. Einen ungewöhnlichen Banküberfall gab es im Sketch von Frank Opper, Barbara Grün und Andreas Moser. Rechtschreibprobleme sorgten für Lacher und einen gescheiterten Raubversuch. Humorvolle Verwechslungen bei einer Zimmerreservierung gaben Stefan Setzepfand und Frank Opper zum Besten.
Der Fanfarenzug des Karnevalvereins unter Leitung von Werner Woidich sorgte ebenfalls für mächtig Stimmung in der gutgelaunten Runde, die eine Zugabe verlangte. Mal was ganz anderes zeigten Mitglieder des Elferrates bei ihrem Baby-Medley: Als Baby – sie knieten und hatten ihre Füße hinter dem Vorhang versteckt – sangen sie mit Kuscheltier und Schmusedecke bekannte Lieder als Playback. Dass sie gut tanzen können, zeigten die Elferratsmitglieder bei einem Tanz mit Präsident Achim Stanjek als Häuptling der Meute. qui



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