Positive Signale für Hadamar

Interkommunale Kinderkrippe kommt voran

Die Bauabstimmung für die interkommunale Kinderkrippe in Hadamar läuft, für den Bahnhof in der Kernstadt zeichnet sich eine Erneuerung ab und die Steuereinnahmen entwickeln sich besser als gedacht: Vor allem positive Nachrichten verkündete Bürgermeister Michael Ruoff in der jüngsten Stadtverordnetensitzung.

Hadamar. Die interkommunale Kinderkrippe am Neumarkt in Hadamar ist einen Schritt vorangekommen. Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung, dass die Einrichtung für jedes betreute Kind, das aus Hadamar kommt, 150 Euro Zuschuss im Monat erhält. Kinder aus Hadamar, Elz, Dornburg und Elbtal sollen in der geplanten Krippe betreut werden.

Bürgermeister Michael Ruoff (parteilos) vermeldete außerdem, dass der Betreiber, der Verein "Lahn-Kinderkrippen", inzwischen eine Einigung mit dem Denkmalamt zur Form des Krippengebäudes erzielt hat. Demnach soll an Stelle des ehemaligen Supermarkts an der Westseite des Markts ein Haus entstehen, das dem früheren Katasteramtsgebäude stark ähnelt, inklusive eines steilen Dachs mit 40-Grad-Neigung. Zudem berichtete Ruoff, dass er gemeinsam mit Vertretern des Vereins Nachbarn besucht und positive Aussagen zur nötigen Grenzbebauung bekommen habe. Inzwischen sei der Kaufvertrag für das einstige Marktgebäude vorbereitet. "Auch hier scheint es keine Probleme zu geben", fasste der Bürgermeister zusammen.

Erneuerungsarbeiten sind auch am Hadamarer Bahnhof in Aussicht. Auf ein Schreiben Ruoffs vom Oktober hin fand eine Besichtigung mit Vertretern der Bahn statt. Inzwischen ist im Rathaus die Bestätigung eingegangen, dass der Hadamarer Bahnhof in das Erneuerungsprogramm für den Zeitraum 2012/13 aufgenommen werden soll, möglicherweise aus Mitteln des aktuellen Investitionsprogramms des Bundes.

Nicht begeistert zeigte sich Ruoff allerdings von der Bauform, die die Bahn vorgeschlagen hat. Sie würde eine Kombination von Bahnsteig und Bahnübergang über die Neue Chaussee bedeuten. "Ich habe meine Zweifel schon im November vorgetragen, weil diese Bahnsteigvariante zu weit von der Innenstadt entfernt liegt und sicherlich wieder zu längeren Schließzeiten des Bahnübergangs führen würde", sagte Ruoff den Stadtverordneten. Die Bahn habe zugesichert, Mitte des Jahres wegen der weiteren Planung auf die Stadt zuzukommen. Allerdings werde Hadamar sich dann finanziell beteiligen müssen. Das lehnt wiederum der Bürgermeister ab. Schließlich seien auch die Bahnsteige in Niederhadamar und Niederzeuzheim ohne städtische Kostenbeteiligung modernisiert worden.

Steuereinnahmen positiv

Rundum positiv für die Stadtkasse waren schließlich die Auskünfte Ruoffs über die Entwicklung der Steuereinnahmen. Bei der Gewerbesteuer habe Hadamar im vergangenen Jahr 493 000 Euro mehr Einkünfte erzielt als die ursprünglich vorgesehenen 1,7 Millionen. Allerdings würden davon gleich 97 000 Euro durch die erhöhte Gewerbesteuerumlage wieder abgezogen und zudem die höheren Einnahmen in den kommenden Jahren beim kommunalen Finanzausgleich eingerechnet, was zu niedrigeren Schlüsselzuweisungen führen werde. Um rund 11 000 Euro lag auch der Gemeindeanteil der Einkommensteuer, wenn auch nur geringfügig, über dem Plan, ebenso der Umsatzsteueranteil mit gut 7000 Euro.

Keine Entscheidung gab es in der Stadtverordnetenversammlung zur weiteren Sanierung des Erweiterungsbaus für das Stadtmuseum, in das die Krippensammlung einziehen soll. Die Stadtverordneten gaben die dafür vorgesehenen, aber noch gesperrten, 130 000 Euro nicht frei, sondern wollen das Thema erst einmal in den Ausschüssen näher beraten. Dabei soll es unter anderem darum gehen, wie weit bei den Umbauten eine alternative Nutzung des Erdgeschosses offen gehalten werden soll und kann.

Auch ein mögliches Gesamtkonzept für die "Museumslandschaft" aus dem Stadt- sowie dem zukünftigen Glas- und dem Krippenmuseum soll im Haupt- und Finanzausschuss erörtert werden. Ebenso wird es mit dem Vertragsentwurf für einen Trägerverein des Glasmuseums sein. vt

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