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Windkraft auch in Hadamar?
Anlagen an Grenze zu Elz und Hundsangen
13 Windräder könnten auf Hadamarer Gebiet wirtschaftlich betrieben werden. Diese Meinung einer Planerfirma war Thema des Stadtparlaments. Neuigkeiten gibt es auch zum Marktzentrum an der Faulbacher Straße und zu einer vorläufigen Einigung mit dem Landkreis über das "Haus der Musik".
Hadamar. Ebenso wie viele Nachbarkommunen steigt jetzt auch Hadamar in die Debatte über die Windkraft ein. Bürgermeister Michael Ruoff (parteilos) berichtete in der Stadtverordnetenversammlung am Freitag, dass die Planungsgemeinschaft Linden, die auch in Elz und Dornburg aktiv ist, Standorte für 13 Windräder als wirtschaftlich sinnvoll erachtet. Neun Anlagen westlich von Niederzeuzheim, an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und damit zu Hundsangen, wären demnach denkbar sowie vier westlich von Niederhadamar, an der Gemarkungsgrenze zu Elz und Malmeneich. Sämtliche Standorte befinden sich auf stadteigener Fläche.
Ruoff betonte, dass der Magistrat der Planungsgemeinschaft keinen Auftrag für die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt habe, weil die Stadtverordneten noch nicht entschieden haben, ob Windkraftnutzung in Hadamar überhaupt erwünscht ist. Die Planer wollen dennoch bereits im Frühjahr mit den Umweltuntersuchungen beginnen, die sich über ein ganzes Jahr erstrecken. Das finanzielle Risiko, dass die Stadt die Windkraftnutzung doch noch ablehnt, läge dann bei der Planungsgemeinschaft. In der laufenden Woche wolle das Unternehmen abschließend entscheiden, ob es dieses Risiko tatsächlich eingeht.
Bald Grundsatzbeschluss
Ruoff kündigte an, dass der Magistrat parallel dazu eine Grundsatzentscheidung der Stadtverordneten vorbereiten werde. Möglicherweise werde eine Sondersitzung der Stadtverordneten vorgeschlagen, um die Frage "Windkraft – Ja oder Nein?" zügig zu beantworten.
Eine weitere Nachricht des Bürgermeisters betraf das lange umstrittene Marktzentrum an der Faulbacher Straße, gegenüber dem Hadamarer Sportplatz. Nachdem die Stadtverordneten sich im vergangenen Februar dazu durchgerungen hatten, den Verkauf des knapp 10 000 Quadratmeter großen Grundstücks zu genehmigen, schien das Vorhaben zwischenzeitig gescheitert, weil nicht genügend Handelsunternehmen bereit waren, sich dort niederzulassen.
Mieter für Märkte
Nun hat der Bauentwickler Rubicon doch Mieter für die noch zu bauenden Märkte gefunden. "Vorgesehen sind ein Norma-Markt, Raiffeisen-Markt, Schuh- und Textilmarkt", berichtete Bürgermeister Michael Ruoff. Eine Ortsbesichtigung sei in der vergangenen Woche erfolgt. Rubicon habe seinen Kaufwunsch geäußert und sich mit den Konditionen einverstanden erklärt, die im vergangenen Jahr mit der vorher dort aktiven Firma Recona im Gespräch waren. Damals war von einem Preis von rund 650 000 Euro die Rede gewesen. Den Kauf macht Rubicon allerdings ausdrücklich davon abhängig, dass die Handelsansiedlung vom Regierungspräsidium in Gießen genehmigt wird.
Mehr Zeit für Musikhaus
Für die Stadt positive Nachrichten verkündete Bürgermeister Ruoff auch zur alten Schulturnhalle am Schloss sowie zu dem dort geplanten "Haus der Musik". Dazu waren die Konditionen umstritten gewesen, zu denen die Stadt die sanierungsbedürftige Halle vom Landkreis übernimmt und an den Verein Phänomusica weitergibt, der dort das Musikzentrum einrichten möchte.
Ruoff zufolge hat sich der Kreis jetzt bereit erklärt, auf eine endgültige Entscheidung bis September zu warten. Der Verein erwartet bis Juli eine Antwort auf seine beim Land gestellten Förderanträge. Mit einer Genehmigung wäre die Finanzierung des Projekts größtenteils gesichert und Verein, Stadt und Landkreis könnten konkrete Vereinbarungen treffen. Darüber hinaus berichtete der Bürgermeister, dass den Stadtverordneten die geforderten Mitsprache zur Gestaltung der neuen Turnhalle an der Hadamarer Grundschule erhalten. Zur nächsten regulären Sitzung am 30. März sollen die Pläne dazu aus der Kreisverwaltung vorliegen. vt



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