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Alles wird jetzt anders 1 Kommentare
Rund um die Altstadt wird das Abstellen der Autos zur hochkomplizierten Angelegenheit
Es ist kein Aprilscherz – auch wenn das neue Konzept zum Parken in der Innenstadt am 1. April in Kraft treten soll.
Von Barbara Schmidt
Hofheim. ![]()
Das Schild hat bald ausgedient: In der Oberen Hauptstraße werden künftig Parkscheine nötig sein. Foto: KnappBeim Parken in der Innenstadt wird bald vieles anders. Im Haupt- und Finanzausschuss und im Ortsbeirat Kernstadt wurde das Konzept, das die Stadtverordnetenversammlung bereits im November grundsätzlich abgesegnet hatte, noch einmal behandelt. Am kommenden Mittwoch, 1. Februar, soll das Parlament endgültig den Weg für die Umsetzung frei machen. Die Altstadt-Bewohner sind zu einer Bürgerinformation am Mittwoch, 8. Februar, um 19.30 Uhr in die Stadthalle, Chinonplatz, eingeladen.
Es wird kosten
Für eine ganze Reihe von Straßen, in denen bislang nur eine Parkscheibe nötig ist, wird ab April ein Parkschein gebraucht. In der Oberen Hauptstraße etwa, in der Wilhelmstraße und der Herzog-Adolph-Straße (Post) oder in der Kirschgartenstraße muss der kleine Papierabschnitt hinter der Windschutzscheibe liegen, denn grundsätzlich wird dort das Parken kostenpflichtig. Allerdings nur, wenn das Fahrzeug für mehr als eine Stunde abgestellt wird. Denn die heute geltende Regelung, nach der die ersten 60 Minuten Parken kostenlos sind, lässt das Konzept unangetastet.
Unbegrenzt parken mit Parkschein kann man künftig im Chinon-Center, dem Parkhaus in der Oberen Hauptstraße und dem Parkdeck am Bahnhof, das demnächst auch wieder so heißen soll. Zur Begründung meint der Magistrat, der Begriff "Parkhaus Stadtmitte" sei irreführend und zudem in der Stadtmitte ja nun genügend Parkraum vorhanden, so dass Innenstadtbesucher nicht den Bahnkunden die Parkplätze streitig machen müssen.
Komplett neu ist das "Bewohnerparken". Wo es gilt, sind die Anlieger, die einen "Bewohnerparkausweis" erhalten, von Kostenpflicht und/oder Parkscheibenpflicht befreit und dürfen ihr Auto zudem zeitlich unbegrenzt abstellen.
Ein Ziel des Konzepts ist, dass die Parkplätze, die als besonders zentral gelten und entsprechend begehrt sind, schnell wieder frei werden. Für die Autofahrer sollen bislang weniger geliebte Parkplätze wie die im Chinon-Center attraktiver werden, auch weil sie ein wenig billiger sind. So kostet im Center und im Parkhaus Obere Hauptstraße das Parken ab der zweiten Stunde nur 80 Cent, im Parkhaus am Bahnhof sogar nur 50 Cent, während auf allen anderen kostenpflichtigen Parkplätzen ein Euro zu berappen ist und man zudem sein Fahrzeug nach spätestens 120 Minuten wegfahren muss. Damit‘s noch ein wenig komplizierter wird, sind auch die Uhrzeiten noch zu beachten. Parkschein oder Parkscheibe braucht man montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr und samstags von 6 bis 14 Uhr mit Ausnahme des Parkhauses am Bahnhof (montags bis freitags nur bis 18 Uhr) und der Parkhäuser Chinon-Center und Obere Hauptstraße (alle Tage rund um die Uhr). Anlass zur Kritik für Werner Steinmann (FDP), der dafür votierte, einheitliche Zeiten zu wählen.
Im Ortsbeirat Kernstadt gab die Vorlage Anlass, noch einmal eine Veränderung im Parkhaus Obere Hauptstraße einzufordern. Bekanntlich braucht es dort derzeit besondere Fahrkünste, wenn man Kratzer am Lack nicht besonders schätzt. "Die HWB arbeitet mit Hochdruck an Lösungen", machte Erster Stadtrat Wolfgang Exner deutlich, dass die Hofheimer Wohnungsbaugesellschaft, Bauherr der Immobilie, die Kritik ernst genommen hat. Ob mit farblichen Kontrasten schon Besserung geschaffen werden kann, wie Bodo Tadewald (FWG) anregte, oder gar tragende Elemente im Gebäude versetzt werden müssen, wie Exner andeutete, steht noch dahin. Klar ist aber, dass die neue Regelung vor dem Haus auch dessen Bewohner dazu bringen soll, ihre Fahrzeuge in die Tiefgarage zu stellen. Denn Ausweise fürs Bewohnerparken bekommen Anlieger der Hauptstraße nicht.
Exner wies im Ortsbeirat darauf hin, dass das Parkraum-Konzept so grundlegende Neuerungen bringe, dass auch die Stadt damit erst einmal ihre Erfahrungen machen müsse. Nicht ausgeschlossen sei, dass man kurzfristig noch Veränderungen vornehmen müsse, wenn sich in der Praxis herausstelle, dass es irgendwo hakt. Exner versprach: "Wir werden das alles sehr genau beobachten."



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Kommentare
M B schrieb am 27.01.2012 10:07 Uhr
Dann lieber gleich MTZ
Dann fahre ich lieber gleich ins MTZ.Das sowas überhaupt in politischen krämien Durch geht.