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Mehr Freiheiten für Radler
Experimente auf den Straßen der Altstadt – Mit Farbe gegen das Rasen
Die "Straßenraum-Gestaltung" war Thema einer Begehung, die "viele Detailergebnisse" erbracht habe, ließ Erster Stadtrat Wolfgang Exner (CDU) den Ortsbeirat Kernstadt wissen.
Hofheim. Ein Resultat wird die Radler freuen. Sie sollen demnächst die Erlaubnis erhalten, die Hauptstraße von unten bis oben in einem durch zu befahren. Im unteren Teil von der Volksbank an bedeutet das, dass das Fahren gegen die Einbahnstraße erlaubt wird. In der Fußgängerzone soll die Radbenutzung grundsätzlich erlaubt werden.
Nur in der Oberen Hauptstraße (ab Einmündung Burgstraße) werde sich nichts ändern, so Exner. Hier soll es weiter verboten sein, mit dem Rad gegen die Einbahnstraße zu fahren. Das Ganze hat noch Experiment-Charakter, gedacht sei an einen einjährigen Pilotversuch, teilte der für die Verkehrsordnung zuständige Erste Stadtrat mit.
Mit farbigen Querstreifen sollen in der Pfarrgasse die Raser aufmerksam gemacht werden, dass sie hier in einer verkehrsberuhigten Zone unterwegs sind. Auch an der Kreuzung von Stefan- und Stolberstraße soll Farbe auf dem Pflaster zu langsamerem Fahren führen. Die provisorischen Baken in der Stefanstraße haben die längste Zeit gestanden. Hier besteht die Absicht, Blumenkübel aufzustellen.
Über die Kirschgartenstraße hinweg geführt werden soll außerdem der weiße Pflasterstreifen, der Sehbehinderten zur Orientierung dient. Damit will die Stadt nicht nur ihnen helfen, sondern auch deutlicher machen, dass hier die Verbindung zwischen Chinon-Center und Altstadt verläuft. Und noch eine Nebenwirkung wird erhofft: Der Streifen soll auch den Autofahrern ein optisches Signal geben, denn just hier beginnt auch die verkehrsberuhigte Zone.
Ein Baum, der vor 30 Jahren zum Wäldchestag gepflanzt wurde, ist dagegen auf die Streichliste geraten. Weil eine Eiche nicht standortgerecht für den wenigen Platz an der Ecke Hauptstraße/Oskar-Meyrer-Straße sei, soll sie gefällt und durch einen anderen Baumtyp ersetzt werden. Die Eiche musste schon mehrfach zurückgeschnitten werden, was eigentlich ihrer Natur widerspreche. Noch häufiger möchte die Stadt ihr und sich selbst diese Prozedur nicht zumuten. Die Grünen hätten zwar lieber gesehen, wenn dem Baum noch eine Chance gegeben würde, doch die Mehrheit im Ortsbeirat hält dies, auch mit Rücksicht auf die Anwohner, nicht für sinnvoll. babs



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