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Narren knausern nicht
30 000 Besucher werden beim Fastnachtszug am Sonntag erwartet – 111 Nummern
Knapp bei Kasse sind nicht nur die Griechen. Auch in Hofheim muss gespart werden. Die Narren wollen diese eigentlich wenig erfreuliche Tatsache beim diesjährigen Fastnachtszug auf ihre Art beleuchten.
Hofheim. ![]()
Mitglieder des Damenkomitees der KG 1900 beim Schmücken des Festwagens: Petra Feist (oben), Cornelia Theisen-Niederastroth (auf der Leiter), Monika Besmann und Christiane Herzog (vorn). Foto: Matthias Knapp "Auch wenn wir sparen wie die Dolle, es muss ein Zug durch Hofem rolle", lautet das Motto, das der Verein Hofheimer Fastnachtszug für den närrischen Lindwurm 2012 ausgegeben hat. Der enger geschnallte Gürtel, das Bettlergewand, ein Lottoschein oder doch eher die Spardose? Was werden die Narren empfehlen, um endlich aus den Miesen zu kommen? Am Fastnachtssonntag, 19. Februar, ist es soweit. Dann erfahren die Hofheimer und ihre Gäste, was den Fastnachtern zum Thema Sparen eingefallen ist.
Bürgermeisterin Gisela Stang verrät schon einmal soviel, dass der Magistrat auch beim diesjährigen Zug wieder mit von der Partie sein wird. "Wir haben das Motto humoristisch aufgenommen", will Stang noch nichts Konkretes sagen, "sonst ist ja der Gag weg." Im Rathaus hat man sich aber schon einen Reim zurechtgelegt, der den Bürgern klar macht, dass Fassenacht "Spaß habbe an de Freud‘!" bedeutet – und nicht an vollen Kassen. "D‘rum sinn mir in Hofem, auch ohne Geld, die reichsten Narren auf der Welt", lautet das Fazit. Die Stadtregierung will deshalb auch nicht in Sack und Asche kommen, "sondern so, wie man es von uns erwartet", sagt die Bürgermeisterin.
Der Verein Hofheimer Fastnachtszug wird den Mottowagen gestalten. "So viele Ideen, wie wir hatten, kriegen wir gar nicht auf den Wagen drauf", macht der Vorsitzende Manfred Göbgen deutlich, dass die Narren ihr Thema selbst sehr ergiebig finden. Für sie ist der Fastnachtssonntag allerdings eher ein Tag, der kräftig ins Geld geht. Der Höhepunkt der närrischen Kampagne ist der falsche Termin zum Knausern. Auf bis zu 30 000 Euro beziffert Göbgen die Kosten, die allein der Veranstalter zu tragen hat. "Nur dank der großzügigen Unterstützung der Stadt ist der Zug überhaupt möglich", macht Göbgen deutlich.
Neben einer Finanzspritze aus der Vereinsförderung hilft die Verwaltung vor allem mit der nötigen Beschilderung, der Absperrung und Absicherung der Zugstrecke und auch der anschließenden Straßenreinigung. Dass ohne zahlreiche ehrenamtliche Helfer gar nichts ginge, betont Göbgen auch. 120 Menschen, von der Polizei über das THW, den Bauhof und das Ordnungsamt und das Deutsche Rote Kreuz, sind entlang der zweieinhalb Kilometer Zugweg im Einsatz, um für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen.
Verpflegungsstände für die erwarteten rund 30 000 Besucher werden an der Ecke Hauptstraße/Am alten Bach, auf dem Marktgelände Am Untertor und auf dem Parkplatz der Frankfurter Volksbank, (Alte Bleiche), aufgebaut. Zwei Zugsprecher kommentieren das Geschehen an der Turnhalle des TV 1860 (Obere Hauptstraße) und an der Kreuzung Hauptstraße/Hattersheimer Straße. Dort steht auch ein Truck des HR-Senders YOU FM, der von 14 bis 18 Uhr live aus Hofheim eine "Roadshow" in den Äther schickt. Zehn junge Hofheimer treten darin in Quizrunden gegen Anrufer an.
Wichtig für alle Autofahrer: Schon lange bevor es um 14.11 Uhr heißt: "Ewwe kimmt er!", darf am Zugweg nicht mehr geparkt werden. Ab 10 Uhr gilt ein absolutes Halteverbot. Der närrische Lindwurm mit seinen 111 Nummern und rund 1200 Teilnehmern zieht von der Niederhofheimer Straße durch Hauptstraße, Wilhelmstraße, Herzog-Adolph-Straße, Lorsbacher Straße und Hattersheimer Straße bis in die Elisabethenstraße. In der Stadthalle treffen sich alle noch schunkel- und feierlustigen Fassenachter zum Ausklang. babs



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