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Sitzung im Terminal 10 Kommentare
Symbolische Stadtverordnetenversammlung auf dem Flughafengelände
Auf Frankfurter Gemarkung wurde eine Sondersitzung der Stadtverordneten aus der Mainstadt am kommenden Dienstag verlegt. In einem Flughafengebäude soll die Versammlung öffentlichkeitswirksam abgehalten werden – einschließlich der Übergabe einer Resolution an einen Fraport-Vertreter.
Flörsheim. ![]()
In der Abflughalle B im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens wollen Stadtverordnete aus Flörsheim demonstrieren. Foto: dpa Mit zwei Bussen werden am kommenden Dienstag, 24. Januar, Magistratsmitglieder, Rathausbedienstete sowie Stadtverordnete zum Flughafen kutschiert. Ziel ist dort die Abflughalle B im Terminal 1. Dort soll ab 18.30 Uhr eine symbolische Stadtverordnetenversammlung zum Thema Fluglärm und Flughafenausbau abgehalten werden. Die "richtige" Stadtverordnetensitzung beginnt dann nach der Rückkehr der Mandatsträger in Flörsheim um 20 Uhr in der Stadthalle, Kapellenstraße 1.
Galf als Initiator
Die Flörsheimer Stadtverordnetenversammlung, die sich in ihrer nächsten Sitzung ausschließlich mit dem Thema Flughafenerweiterung beschäftigt, wird auf Anregung der Galf-Fraktion im Terminal des Frankfurter Flughafens tagen. Damit werde ein deutliches Zeichen durch eine der vom Fluglärm am meisten betroffenen Städte gesetzt, teilt die Fraktion der Grünen Alternativen Liste Flörsheim (Galf) mit. Auf der Tagesordnung stehen zur Beratung das Positionspapier der Fluglärmkommission vom 18. Oktober 2011, dem alle kommunalen Vertreter in der Kommission zugestimmt haben, sowie die gemeinsame Resolution aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen sowie des FDP-Vertreters zur Inbetriebnahme der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen. "Mit dieser symbolischen Beratung der Stadtverordnetenversammlung im Terminal des Frankfurter Flughafens setzen wir als vom Fluglärm betroffene Stadt ein deutliches Zeichen", sieht die Galf-Fraktionsspitze, Renate Mohr und Sven Heß, einen positiven Aspekt. "Wir gehen davon aus, dass dieses Signal einen entsprechenden Widerhall in Presse, Funk und Fernsehen finden wird, zumal die Beratung öffentlich ist und wir eine nicht unerhebliche Zahl an interessierten Zuschauern und Zuhörern erwarten", hofft Renate Mohr. Die "richtige" Stadtverordnetenversammlung tagt am selben Abend noch in Flörsheim, um ihre Beschlüsse auch formal und rechtskonform zu fassen. Alle Fraktionen würden diese symbolische öffentliche Beratung der Stadtverordnetenversammlung als ein deutliches Zeichen der Stadt Flörsheim ansehen, sich mit der Situation durch die Inbetriebnahme der Nordwest-Landebahn keinesfalls zufrieden zu geben und dies auch mit unkonventionellen Mitteln nach außen deutlich zu machen, erklärt der stellvertretende Galf-Fraktionsvorsitzende Sven Heß. "Wir freuen uns, dass sich der Stadtverordnetenvorsteher, der Bürgermeister und die Fraktionen unseren Vorschlag zu eigen gemacht haben und diese Aktion unterstützen", lobte Sven Heß. Dass die Sitzung der Stadtverordneten im Terminal überhaupt möglich ist, ist einem einfachen "Trick" zu verdanken. Die Versammlung wurde als Demonstration angemeldet. Diese Verfahrensweise wurde auch zugelassen, so dass sich die Stadtverordneten der Mainstadt am Dienstagabend auch nicht unrechtmäßig in dem Flughafengebäude aufhalten. Geplant ist zudem, den Vertretern von Fraport sowie der hessischen Landesregierung die Resolution zu überreichen, die Forderungen zum aktiven und passiven Lärmschutz, sowie über Entschädigungen enthält. Die "richtige" Resolution wird aber erst bei der realen Stadtverordnetenversammlung in der Flörsheimer Stadthalle beschlossen werden. Angeblich hat sich die Fraport AG schon bereit erklärt, den schriftlich fixierten Appell der Stadtverordneten entgegenzunehmen. meh (meh)


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Kommentare
Gast Gast schrieb am 20.01.2012 06:22 Uhr
Sitzung im Flughafenterminal
Bravo GALF! Tolle Idee. Schön, dass sich alle Fraktionen diese Idee zu eigen machen. Weiter so!
Waltraud Weil schrieb am 20.01.2012 08:57 Uhr
Amt für Strassen und Verkehr
Wenn die Galf nicht als eigennützig dastehen will, sollte sie eine Stadtverordnetenversammlung beim ASV, dem Amt für Strassen und Verkehr durchführen.
Denn in Flörsheim leben auch Menschen, die unter Verkehrslärm leiden.
Da die Galf die Umgehungsstrasse verhindert hat, ist sie jetzt in der Bringschuld gegenüber den Lärmgeplagten.
gast gast schrieb am 20.01.2012 09:42 Uhr
Kreativ
Eines muss man der GALF lassen: Sie ist weit kreativer als die anderen beiden Grossen.
In der CDU überwiegen die Bedenkenträger. Und bei der SPD kommt so ein Gedankenblitz erst gar nicht auf.
Gast Gast schrieb am 20.01.2012 09:57 Uhr
Warum immer nur die GALF
Warum soll immer nur die GALF etwas unternehmen?
Warum machen die Krakeler aus Weilbach nicht selbert etwas?
gast gast schrieb am 20.01.2012 17:37 Uhr
Zu: warum immer nur die Galf?
Ist doch klar, bei der Galf sind doch die wahren geistigen Helden Flörsheims zu finden.
Was wäre denn mit Flörsheim ohne die Galf?
Es gäbe nicht mal einen einzigen Radfahrer.
Die Hamsterpopulation des gesamten Erdballs wäre ausgerottet.
Nicht ein einziger Stadtbus würde fahren.
Und keine Flughafendemo würde Schlagzeilen machen.
Die Rüsselsheimer Strasse in Weilbach würde nicht ausgebaut.
Kein LKW würde mehr durch Weilbach fahren.
Alles trostlos.
Gut dass wir de Galf haben.
Bernd Jäger schrieb am 20.01.2012 22:27 Uhr
zurück zum thema??
geile idee. zu dem termin sollten alle flörsheimer mitbürger erscheinen. zudem sollte eine bürgerfragestunde angehängt werden. die argumentationslinie sollte aber darauf abzielen das wir in flörsheim nicht mehr in ruhe demokratie leben können, weil es einfach zu laut ist zu diskutieren. vieleicht sollten wir den flughafenbetreibern auch gleich mitteilen das wir die ferienspiele, das flörsheimer sommerfest, das wickerer weinfest, das open air und so weiter gerne in zukunft im terminal durchführen möchten. denn dort ist es ja leise genug das wir uns noch unterhalten können.
Toni Soprano schrieb am 21.01.2012 00:12 Uhr
Lächerliche Aktion
Das wird die Fraport aber beeindrucken. Wenn ich ein Flughafenverantwortlicher wäre, würde ich die Unterschriften vom Hausmeister entgegen nehmen lassen. Der kann sie dann gleich fachgerecht entsorgen.
Luigi Baritono schrieb am 21.01.2012 15:07 Uhr
Lächerlicher Kommentar
Nehme an, Toni Soprano ist der Hausmeister und weiß auch, wo der Mülleimer der FRAPORT steht.
gerd Gast schrieb am 22.01.2012 09:32 Uhr
Bin aus Raunheim
Flörsheim erlebt jetzt in Teilen, was wir Raunheimer seit 50 Jahren erleben.
Verstehe nicht, was ihr da für einen Wirbel macht.
Der Flughafen ist doch der größte Arbeitgeber in der Region. Wollte ihr uns denn alle arbeitslos machen?
Außerdem hatte ich in der Vergangenheit den Eindruck, das die Flörsheimer mit ihren Grünen, den Galfleuten, gar nicht so sehr an Ruhe interessiert ist.
Ihr habt doch die Umgehungsstrasse abgelehnt, die hätte zumindest auf den strassen für Ruhe gesorgt.
Haltet mal den Ball flach, baut Lärmschutzfenster ein und denkt an die Arbeitsplätze.
Giovanni Alti schrieb am 22.01.2012 16:37 Uhr
zu: Lächerlicher Kommentar
Und Luigi Baritoni ist von der Galf und hat gegen die Umgehungstrasse gekämpft.
Jetzt ist er selbst vom Lärm betroffen.