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Sven Heß zum zweiten Mal
Die Galf schickt bei der Bürgermeisterdirektwahl erneut ihren Verwaltungsfachmann ins Rennen
Die Grüne Alternative Liste Flörsheim (Galf) rechnet sich sehr gute Chancen aus, dass der 52 Jahre alte Diplom-Verwaltungswirt eine Mehrheit bei der Wahl am 3. Juni bekommt.
Flörsheim. ![]()
Er möchte die Bürgermeisterwahl gewinnen: Sven Heß. Foto: Hans Nietner "Für uns war klar, dass wir für das Bürgermeisteramt einen Flörsheimer und einen Verwaltungsfachmann aufstellen wollen", erklärte die Galf-Fraktionsvorsitzende Renate Mohr gestern Abend bei einem Pressegespräch. Diese Beweggründe hätten es der Wählergemeinschaft leicht gemacht, Sven Heß zu nominieren. Dazu habe es keiner langen Diskussionen bedurft. Sven Heß arbeitet als Verwaltungsoberrat bei der Gemeinde Ginsheim-Gustavsburg. Dort ist er seit 1992 beschäftigt. Seit dem Jahr 2000 ist er als Leiter für den Fachbereich "Zentrale Dienste" verantwortlich. Die Galf stelle bewusst einen "echten Flerschemer" auf, so Mohr. Ansonsten gebe es bisher ja nur auswärtige Bewerber, wie dies bei dem wahrscheinlich erneuten SPD-Kandidaten, Bürgermeister Michael Antenbrink – der kein gebürtiger Flörsheimer ist und in Eddersheim wohnt – sowie beim CDU-Bewerber Markus Ochs – der zwar in Flörsheim wohnt, aber kein gebürtiger Flörsheimer ist – der Fall sei.
Sven Heß selbst ist überzeugt davon, dass für ihn dieses Mal die Voraussetzungen bedeutend besser sind als bei seiner ersten Kandidatur 2006. Damals packte es Heß nicht die Stichwahl. Der zurzeit amtierende Bürgermeister Michael Antenbrink (SPD) sowie CDU-Frau Angelika Doetsch, die dann im Endentscheid sang- und klanglos unterging, hatten den ersten Wahlgang zu ihren Gunsten entschieden. Nur 238 Stimmen hätten ihm damals gefehlt, dann wäre er in die Stichwahl gekommen, bilanzierte Sven Heß sein damaliges Ergebnis von 27,3 Prozent. Zudem könne er nun auf das beste Kommunalwahlergebnis seit Gründung der Galf aufbauen. Im März 2011 bekam die Galf stattliche 25,4 Prozent.
Mehrere Gründe
Der Galf-Stadtverordnete, der im Neubaugebiet Nord wohnt und die in 250 Metern Höhe über seiner Wohnung fliegenden Flugzeuge ertragen muss (Heß: "Ich lasse mich nicht vertreiben") sieht gleich mehrere Gründe für seinen Wahlsieg. Zum einen habe die Galf zwei Bürgerentscheide für sich gewinnen können. Zum anderen sei in Sachen kleiner Umgehung in Weilbach mit dem Aufstellungsbeschluss viel mehr bewegt worden als in den vergangenen 50 Jahren Umgehungsplanung. Außerdem habe die Atomkatastrophe in Japan gezeigt, dass die Position der Grünen beim Umweltschutz richtig sei. Dies würden die Wähler anerkennen. Einen ähnlichen Effekt, der durch die Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest entstanden ist, und den Flörsheimern bekanntlich katastrophale Verhältnisse im Norden und Osten der Stadt beschert hat, kann nicht geleugnet werden. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn er dieses Thema im Wahlkampf hätte aussparen können und Flörsheim vor den Belastungen durch den Airport-Ausbau verschont geblieben wäre, sagt Sven Heß. Klar ist aber: die Lärmopfer könnten sich auf die Seite des Galf-Politikers schlagen. Das Umdenken von vielen CDU-Kommunalpolitikern beim Thema Fluglärm findet Sven Heß für sehr bemerkenswert. meh



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