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Wird Exner Kandidat?
Die Hofheimer CDU will den Chefsessel im Rathaus zurückerobern
20 Stunden nach den Showdown in der Hofheimer Stadthalle präsentierte Christian Vogt gestern Abend im Alten Rathaus-Café Personal und Programm der Presse.
Von Karl-Josef Schmidt
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Der CDU-Vorstand: Ralf Blank, Alexander Kurz, Patrick von Rosen, Christian Vogt, Dr. Manuela Hoffmann und Jens Fleck (v. links). Foto: nieHofheim. Der neu gewählte Vorsitzende der Hofheimer CDU, Christian Vogt, und sein junges Vorstandsteam haben klare Vorstellungen, wie es mit der Union in der Kreisstadt aufwärts gehen soll. Die Partei wird so umstrukturiert, dass die bisher vernachlässigten Ortsverbände künftig eine deutlich stärkere Rolle spielen. So sollen die alten Grabenkämpfe endgültig beendet werden. Das soll möglichst schnell passieren. Um dann im Frühjahr 2013 ein erstes großes Wahlziel zu erreichen. Vogt: "Wir haben alle das Bedürfnis, endlich das rot gewordene Hofheimer Rathaus zurückzuerobern." Was nichts anderes heißt, als dass die CDU mit einem neuen Kandidaten nach zwei Schlappen hintereinander die Bürgermeister-Direktwahl gewinnen möchte.
Die Entscheidung, wer antritt, solle in der ersten Hälfte 2012 vorbereitet und dann im September verkündet werden. Ein bisschen spät, um einen Unbekannten zu präsentieren. Also ein bekanntes Gesicht wie Wolfgang Exner? "Natürlich", so der neue CDU-Vorsitzende auf Nachfrage, "kommt der Erste Stadtrat durchaus in Betracht." Parteifreund Exner, dessen Amtszeit als Vize im Rathaus gerade verlängert worden ist, der aber, so Vogt, zwischen zwei roten Hauptamtlichen eingepresst sei, hatte bisher noch keine Ambitionen auf das Bürgermeisteramt erkennen lassen. Doch könnte ein möglicher Wechsel von Bürgermeisterin Gisela Stang in den hessischen Landtag diese Zurückhaltung grundlegend ändern. Die populäre Sozialdemokratin hatte für die letzten beiden schmerzhaften Niederlagen der Union gesorgt.
Aber nun soll alles besser werden. Bei der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in der Stadthalle hatte – ein starkes Symbol – ausgerechnet Marxheims CDU-Chef Armin Thaler seinen Wallauer Kollegen Christian Vogt für die Wahl zum Parteivorsitzenden vorgeschlagen. Thaler gilt als kritischer Geist innerhalb der Union. Er sagte, dass es an der Zeit sei, die Gräben zwischen Ortsverbänden und Stadtverband zuzuschütten. Und Vogt sei der richtige Mann dafür.
Der 32-Jährige kündigte gestern Abend vor der Presse als ersten Schritt an, dass es künftig, wie in den sechs Stadtteilen, auch einen Ortsverband Kernstadt geben werde, der die "hervorragende Arbeit von Ortsvorsteherin Elli Wagner" unterstützen solle. In den Ortsteilen würden die Parteifreunde einfach enger zusammenarbeiten. Partei-Vize Alexander Kurz steuerte ein plastisches Beispiel bei: "Das Problem fängt schon an beim Verteilen der CDU-Blätter." In den Ortsteilen klappe das, in der Kernstadt fühle sich niemand zuständig.
Zur organisatorischen Neuaufstellung der Hofheimer CDU gehört auch, dass es ab sofort einen Geschäftsführer geben soll. Ralf Blank übernimmt das Ehrenamt und wird sich um die "kleinen Sorgen", die es nunmal in den Wahlkämpfen gibt, kümmern. Wo hakt‘s in Diedenbergen oder Lorsbach? Auch Blank versteht sich als Bindeglied zwischen Stadtverband und Dörfern. Für Presse und Kommunikation – auch die interne – ist Patrick Freiherr von Rosen zuständig.
Und noch ein Signal an die Basis sandte Christian Vogt aus: Im Frühjahr wird es bereits die nächste Mitgliederversammlung der Hofheimer CDU geben. Dann soll es um konkrete Themen gehen.



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