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Schäden bereiten Oberrädern Sorgen 1 Kommentare
Immer mehr Risse bilden sich in der Wand der Bahnunterführung Wehrstraße
Ein riesiger neuer Riss durchzieht die Mauer der Bahnunterführung Wehrstraße. Foto: Rainer Rüffer
Die Bahnunterführung in der Wehrstraße ist ein wichtiger Verkehrsanschluss für den Stadtteil. Die Oberräder fürchten aber um ihre Sicherheit, weil Risse das Bauwerk durchziehen.
Oberrad. «Wir haben hier eine regelrechte Tropfsteinhöhle», zeigt Norbert Scherlitz von der Intergemeinschaft Wasserhofstraße (IG) auf die Schäden in der Bahnunterführung Kalkflecken, Schimmel und unzählige Risse zeugen von nachhaltigen Wasserschäden im Bauwerk. «Bei Regenfällen steht hier das Wasser in wenigen Minuten schnell mal 20 Zentimeter hoch, es kam auch schon vor, dass die Straße wegen Überflutung komplett gesperrt werden musste», ergänzt Scherlitz, der schon vor rund fünf Jahren erstmals auf die Schäden hinwies.
Ein mulmiges Gefühl
Die Oberräder fürchten bei Nutzung der Unterführung um ihre Sicherheit. «Wer hier durchfahren oder laufen muss, hat ein mulmiges Gefühl», ergänzt Dolores Anton von der Interessengemeinschaft. Jetzt soll Abhilfe geschafft werden, denn die Bahn plant ein Sanierungskonzept.
Erst 1991 wurde das Bauwerk unter der ICE-Strecke eingeweiht. «Wenn man bedenkt, dass für die Unterführung die Bewässerungskanäle der Felder verlegt werden mussten, ist es kein Wunder, dass wir hier mit derartigen Wasserschäden zu kämpfen haben», meint Ingenieur Günter Hofmann, Mitglied der Interessengemeinschaft. Außerdem sei der Wassergraben des ehemaligen Wasserhofes zugeschüttet worden, doch dass Wasser dränge sich durch.
Pumpen sollen in der Unterführung zwar für eine Regelung des Grundwasserpegels sorgen, doch «die kommen offenbar nicht nach, vor allem wenn es regnet. Die Stahlmatten, die in der Betonkonstruktion enthalten sind, korrodieren von Innen», ist Hofmann sicher. «Kein Wunder dass gerade rund um das Pumpenhaus so viele Schimmelflecken an den Kacheln sind», meint Scherlitz. Große Risse in den Dehnungsfugen weisen auf eine Belastung der Betonelemente hin. Die Kacheln der Wandverkleidung zeigen etwa alle zwei bis drei Meter lange Risse auf. «Bei unserer Säuberungsaktion, die wir vor kurzem durchgeführt haben, haben wir wieder neue Risse entdeckt», erklärt Stadtverordneter Yanki Pürsin (FDP).
Kein Sicherheitsrisiko
Der Deutschen Bahn sind die Probleme bekannt. Jährliche Untersuchung hätten jedoch gezeigt, dass die Mängel nicht sicherheitsrelevant seien, erklärt ein Bahn-Sprecher. Dennoch sei ein Sanierungskonzept geplant. Offen ist derzeit noch, ob die bestehende Überführung ausgebessert oder komplett erneuert werden soll. In Abstimmung mit dem Straßenbauamt, das für die Unterführung verantwortlich ist, soll in den nächsten Monaten ein Sanierungskonzept entwickelt werden. «Wir sind nur für die Schienen zuständig», betont der Bahnsprecher.
Auch wenn bei den aktuellen Temperaturen der Winter noch weit weg scheint, sorgt sich die IG bereits um den nächsten Frost: «Wenn hier im Winter das Wasser steht, wird die Straße zur Eisbahn. Für Fußgänger und Radfahrer ist dann die Unterführung gefährlich. Es ist dringend, dass etwas passiert», betont Scherlitz. sum sum


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Kommentare
Willy Pertek schrieb am 26.07.2010 16:57 Uhr
Marode Bahnunterführung Wehrstraße in Oberrad
In der Printausgabe der FNP vom
29. Januar 2008 war die Sanierung für
2009 geplant.Wegen der hohen Kosten mußten die Arbeiten allerdings
zurückgestellt werden.Die Standsicherheit sei nach Aussagen der Bahn - was aber auch zu bezweifeln ist -gewährleistet .
Im Winter bei Glatteis können hier Fußgänger und Radfahrer zu Schaden kommen. Die Kosten hierfür werden dann
höher sein als die Ausgaben für eine Sanierung.